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Bildungsdirektor: Elf Männer gehen ins Rennen

Die Bewerbungsfrist für die Position des oberösterreichischen Bildungsdirektors ist mit 14. Mai abgelaufen. Elf Männer haben sich beworben, keine einzige Frau ist dabei. Und auch der Mann, der eigentlich als Favorit galt, steht nicht auf der Liste: Paul Kimberger.

Bildungsdirektor: Elf Männer gehen ins Rennen

Wer wird als Oberösterreichs erster Bildungsdirektor hauptverantwortlich für die Schulen im Land? Bild: dpa

Die Position des Landesschulratspräsidenten war schon fast eine Erbpacht für den Obmann des Christlichen Lehrervereins (CLV). Als Kimberger am 28. November 2017 in dieser Funktion die Nachfolge von Fritz Enzenhofer antrat, wurde davon ausgegangen, dass dies auch auf das Amt im Landesschulrat zutreffen würde. Kimberger machte auch kein Geheimnis daraus, mit einer Bewerbung zu liebäugeln.

Doch aus dem Landesschulrat wird eine Bildungsdirektion. Und damit gab es auch eine neue Vorgabe aus dem Landhaus: CLV-Obmann und Bildungsdirektor gehen nicht zusammen. Denn der Bildungsdirektor solle Reformen umsetzen, und bei einem Personalvertreter wie Kimberger sei die "gewerkschaftliche Perspektive" wohl zu stark.

Die Freude über diese Vorgabe hielt sich sowohl im CLV als auch in Teilen der Landes-VP in Grenzen. Auf einen Konflikt wollten es aber beide Seiten nicht ankommen lassen, Kimberger hat sich nicht beworben.

"Ich habe mich für den CLV entschieden", so die Erklärung Kimbergers. Er macht auch kein Geheimnis daraus, dass er mit dem grundsätzlichen Konzept der Bildungsdirektionen nicht übereinstimmt: "Da hätte es bessere Lösungen gegeben." Die Funktion sei nun wesentlich "verbeamteter" als zuvor der Landesschulrat: "Dadurch hat man nicht den Spielraum, den man für eine solche Position erwarten würde."

Er sei mit Leib und Seele Personalvertreter, sagt der Lehrer-Gewerkschafter Kimberger: "Und egal von welcher Seite, ich werde mich zu Wort melden." Ob auch dies dazu beigetragen habe, dass er nicht Wunschkandidat war? Dazu sagt Kimberger nur: "Diese Interpretation ist zulässig."

Elf Bewerber gibt es nun, darunter je einer aus Salzburg, einer aus der Steiermark und neun aus Oberösterreich. Zwei Bewerber kommen aus der Landesschulratsorganisation: Andreas Girzikovsky, Leiter der Abteilung Schulpsychologie, und Harald Schindelka, ebenfalls aus der Abteilung Schulpsychologie.

Favorit Klampfer

Als Kandidat mit den besten Chancen gilt Alfred Klampfer, Vizerektor der Pädagogischen Hochschule der Diözese.

Die elf Bewerber müssen sich nun einer Kommission stellen, die einen Dreier-Vorschlag erstellt. Die Entscheidung liegt dann bei Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP), der Bildungsminister Heinz Faßmann (VP) einen Vorschlag macht. Die Entscheidung soll bis 1. Juli fallen, Dienstantritt für den mit 9349 Euro dotierten Posten ist am 1. August.

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Artikel Wolfgang Braun und Barbara Eidenberger 16. Mai 2018 - 00:04 Uhr
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