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Justiz ermittelt gegen Ex-"EU-Bauer" Manfred Tisal wegen Verhetzung

KLAGENFURT. Gegen den aus dem Villacher Fasching als "EU-Bauer" bekannten Manfred Tisal wird wegen des Verdachts der Verhetzung ermittelt. Er hatte im Herbst 2017 Verbalattacken gegen Flüchtlinge auf Facebook veröffentlicht.

Manfred Tisal ist beim "Villacher Fasching" als "EU-Bauer" aufgetreten Bild: Ali Schafler (ORF)

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bestätigte am Donnerstag auf APA-Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Kleinen Zeitung". 

In seinem Posting wetterte er gegen Flüchtlinge "mit Adidasschuhen, Nike-Leiberln und Diesel-Jeans mit Smartphones", die diesen gratis zur Verfügung gestellt würden und bezeichnete sie als "politisch legitimierte Sozialschmarotzer". Die Aufregung war groß, der ORF beendete die Zusammenarbeit mit Tisal, beim Villacher Fasching hatte er schon zuvor aufgehört. Von den Freiheitlichen wurde er hingegen für zahlreiche Veranstaltung im zu Ende gegangenen Landtagswahlkampf engagiert.

Die Antidiskriminierungsstelle Steiermark wollte die Sache nicht auf sich beruhen lassen und erstattete Anzeige gegen Tisal. Der Akt wurde von der Staatsanwaltschaft Graz an die Anklagebehörde in Klagenfurt übermittelt, bestätigte Sprecherin Tina Frimmel-Hesse. Laut "Kleine Zeitung" wurde Tisal in der vergangenen Woche von Beamten des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung einvernommen. Verhetzung ist nach dem österreichischen Strafrecht mit einer Strafe von bis zu zwei Jahren Gefängnis bedroht.

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Artikel nachrichten.at/apa 08. März 2018 - 19:02 Uhr
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