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Erste Umfragen zeigen einen "Kurz-Effekt"

WIEN. Geht es nach den ersten Umfragen seit der Parteiübernahme durch Sebastian Kurz, dann werden damit verbundene Hoffnungen in der ÖVP zumindest vorerst erfüllt.

Erste Umfragen zeigen einen "Kurz-Effekt"

Konkurrenten Kern und Kurz Bild: APA/BKA/ANDY WENZEL

Mit Kurz an der Spitze liegen die Schwarzen klar in Führung.

Der Meinungsforscher Peter Hajek ("Unique Research") sieht in einer Umfrage für "heute" (800 online und telefonisch Befragte) die ÖVP bei 33 Prozent. SPÖ und FPÖ liegen deutlich dahinter gleichauf bei 26 Prozent.

Noch größer ist der Vorsprung der Kurz-Partei mit 35 Prozent bei "Research Affairs" (600 online Befragte für "Österreich"). Die FPÖ landet ebenfalls bei 26 Prozent, die SPÖ von Kanzler Christian Kern stürzt aber auf 20 Prozent ab.

Die Grünen liegen in beiden Umfragen (acht bzw. neun Prozent) weit unter ihrem Wahlergebnis von 12,4 Prozent im Jahr 2013.

Die Neos blieben einmal knapp (mit fünf Prozent), einmal klar (mit sieben Prozent) im Parlament.

Antrittsapplaus

Hajek erinnert angesichts des großen Sprungs der ÖVP an den "Django-Effekt", der die Partei bis Anfang 2015 mit Reinhold Mitterlehner in einem Dreikampf an die erste Stelle katapultiert hatte. Danach schaffte aber durch die Flüchtlingskrise die FPÖ die Pole-Position. Ab Mai 2016 "hat auch Kern einen guten Antrittsapplaus gehabt", sagt OGM-Chef Wolfgang Bachmayer. Kern sei dann leicht abgesunken und mit "Plan A" sei die SPÖ wieder höher gestiegen.

Hajek attestiert Kurz, die Lehren aus Mitterlehners Schicksal gezogen zu haben, weil er das Vizekanzleramt verweigerte, um Abnützungserscheinungen zu vermeiden. Im Wahlkampf könne dennoch viel passieren: "Da kann es flotte Rückflüsse geben, sobald ein Kandidat oder eine ganze Partei in ein Fettnäpfchen gerät."

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Artikel 20. Mai 2017 - 06:59 Uhr
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Kurz bei Van der Bellen

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