Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 22. Juli 2018, 01:05 Uhr

Linz: 20°C Ort wählen »
 
Sonntag, 22. Juli 2018, 01:05 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Innenpolitik

Die Grünen sägen am Sessel von Maria Vassilakou

WIEN. Alexander Hirschhausen, Parteikollege von Wiens Grüner Vize-Bürgermeisterin, will laut Medienberichten bei der nächsten Landesversammlung Vassilakou zur Amtsniederlegung bewegen. 

Schwere Zeiten für Maria Vassilakou: Teile der Wiener Grünen wollen sie dazu bringen, ihr Amt niederzulegen.  Bild: APA

Wiens grüne Vizebürgermeisterin sowie Verkehrs- und Planungsstadträtin Maria Vassilakou ist mit einer Rücktrittsaufforderung aus den eigenen Reihen konfrontiert. Treibende Kraft ist offenbar Alexander Hirschenhauser, Grüner Klubchef in der Inneren Stadt, wie mehrere Medien am Donnerstagnachmittag berichteten. Er stand im parteiinternen Streit um das Heumarktprojekt an der Spitze der Gegner.

Der unschöne Angriff erfolgt gut zwei Wochen vor der nächsten Landesversammlung, dem größten Parteigremium der Grünen. Dieses wird am 25. November tagen. Hirschenhauser will dort laut den Berichten einen Antrag einbringen, der Vassilakou die Niederlegung ihres Amtes bis zum nächsten Frühjahr nahelegt. Sie ist seit 2010 Ressortchefin und Vizebürgermeisterin - jedoch nicht Parteichefin. Diese Funktion gibt es bei den Wiener Grünen nicht.

Für die APA war Hirschenhauser vorerst nicht erreichbar, der "Kronen Zeitung" sagte er: "Vassilakou sollte gemeinsam mit Häupl ihr Amt übergeben." Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hatte angekündigt, seine Funktion als roter Wiener Parteichef am 27. Jänner im Zuge eines Parteitags zur Verfügung zu stellen und den Posten des Stadtoberhaupts wenige Monate danach zu übergeben.

Grund: Umstrittenes Heumarkt-Projekt

Der grüne City-Klubchef hatte sich in der Debatte um die Heumarkt-Neugestaltung klar gegen Vassilakou und die Parteispitze positioniert und im Lager der Gegner ordentlich mobilisiert. Eine Mitgliederbefragung ergab schließlich ein knappes Nein zum Hochhausprojekt am Eislaufverein-Areal. Die grüne Führung folgte diesem Votum aber nicht, sondern gab als Exit-Strategie die Abstimmung über das Projekt für ihre Mandatare frei. Obwohl drei grüne Abgeordnete nicht dafür stimmten, fand die Hochhaus-Flächenwidmung trotzdem eine rot-grüne Mehrheit. Das Wahldesaster der Bundes-Grünen - auch in Wien hat man massiv verloren - und die Ankündigung von Peter Pilz, bei der Wien-Wahl 2020 mit einer Liste antreten zu wollen, dürften die internen Zwistigkeiten nun wieder anheizen.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 08. November 2017 - 17:01 Uhr
Mehr Innenpolitik

Alle Macht der Zentrale: Das türkise "Kuchlkabinett" des Sebastian Kurz

WIEN. Wenige Vertraute haben echten Zugang zum VP-Obmann, Ländervertreter zählen nicht dazu.

Mehrheit der Österreicher gegen Abschiebung von Lehrlingen

WIEN. Fast drei Viertel der Österreicher sind gegen die Abschiebung von Lehrlingen, die einen negativen ...

Frauenvolksbegehren gegen Ministerin

WIEN. Juliane Bogner-Strauß schwäche Frauenrechte, sagen die Aktivistinnen.

West-Achse bei "Carmen"

Bei Kaiserwetter gab es am Donnerstagabend die Wiederaufnahme von "Carmen" auf der Seebühne.

Kärnten: 100 Tage rot-schwarzer Pakt

KLAGENFURT. Die Chefs der Kärntner Regierungsparteien SPÖ und ÖVP zogen am Freitag Bilanz aus den ersten ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS