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Kurz bei Trump: "Donald hat keine Ahnung"

WIEN/WASHINGTON. US-Präsident Donald Trump empfängt Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auf Initiative ultrarechter Berater, die gemeinsame Sache mit Europas Rechtspopulisten machen wollen.

Kurz bei Trump: "Donald hat keine Ahnung"

Sebastian Kurz Bild: Reuters

Dies betont der Trump-Kenner David Cay Johnston im APA-Gespräch. "Trump trifft Kurz, weil Leute in seinem Stab Trump gesagt haben, dass er ihn treffen muss. Das ist nicht Donald, er hat keine Ahnung von der Welt der Politik."

Das Treffen komme wegen "der Politik der derzeitigen österreichischen Regierung" zustande, erläuterte der kritische Trump-Biograf ("Die Akte Trump"). "Sie verfolgt eine Politik, die die ,White Supremacists’ (Vertreter einer Vorherrschaft der weißen Rasse, Anm.) im Weißen Haus lieber mögen, als wenn ihr eine liberalere Regierung hättet", sagte Johnston mit Blick auf Trumps Chefberater und Redenschreiber Stephen Miller. Diese Leute hätten eine "klare Agenda", indem sie in der FPÖ oder der ungarischen Regierungspartei Fidesz Bündnispartner sähen, "um die Bürgerrechtsbewegung rückgängig zu machen".

Treffen am 20. Februar

Sebastian Kurz wiederum wolle sich mit dem Treffen als "der Mann der Mitte" zwischen Russland und den USA positionieren, der sich für ein gutes Auskommen der beiden "Monster" einsetze. "Das würde sehr gut für ihn aussehen", sagte Johnston. Für Kurz und Trump gehe es bei dem Treffen somit um dasselbe, nämlich "die Beziehung zur eigenen Basis zu stärken". Kurz wird am 20. Februar im Weißen Haus in Washington empfangen, als erster österreichischer Regierungschef seit 13 Jahren.

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Artikel 11. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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