Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 19. Jänner 2019, 19:16 Uhr

Linz: 0°C Ort wählen »
 
Samstag, 19. Jänner 2019, 19:16 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Außenpolitik

Saudischer Großmufti will Zerstörung aller christlichen Kirchen in Arabien

Der oberste Mufti Saudi-Arabiens, Scheich Abdul-Asis bin Abdullah, hat in einer Fatwa die Zerstörung aller Kirchen auf der Arabischen Halbinsel gefordert. Das islamische Rechtsgutachten wurde auf Anfrage einer Gruppe von kuwaitischen Parlamentariern verkündet.

Saudischer Großmufti will Zerstörung aller christlichen Kirchen in Arabien

Saudi-König Abdullah mit christlichem Würdenträger: Annäherung ist nicht im Sinne der islamischen Geistlichen Bild: Reuters

Sie hatten sich gegen den Bau von neuen Kirchen in ihrem Emirat ausgesprochen und eine Gesetzesvorlage erarbeitet, die der saudische Großmufti „nach islamischem Recht abklären und kommentieren“ sollte. Seine Antwort ist erschreckend und eindeutig zugleich: Alle Kirchen „in der Region“, zu der auch Kuwait gehöre, müssten „zerstört werden“.

Der höchste islamische Rechtsgelehrte beruft sich in seiner „Fatwa“ auf die „Hadithen“, also auf „Weisungen des Propheten Mohammed“, die nicht im Koran enthalten sind, aber die Grundlage (sunnitisch)-islamischer Rechtspraxis bilden. Danach soll Mohammed auf dem Sterbebett erklärt haben, dass es in Arabien keine zwei Religionen gleichzeitig geben dürfe.

Seit Jahren leiden Christen im arabischen Raum unter Behördenwillkür und Gewalt.

 

Radikale Islamisten gewannen nach der Revolution die Oberhand

 

1 Freude in Kuwait: Weil es im Emirat, gemessen am kleinen Bevölkerungsanteil, „viel zu viele Kirchen“ gebe, wird die Fatwa begrüßt. In Kuwait halten Islamisten zwei Drittel der Parlamentssitze.
 
2 Salafisten-Freunde: Saudi-Arabiens Geistlichkeit unterstützt vor allem die radikalislamistischen Salafisten in Ägypten und Syrien. Diese dominieren inzwischen auch die Opposition und die Freie Syrische Armee.
 
3 Christen als Verlierer: Vor allem in Ägypten gelten die Christen (Kopten) als Verlierer der Revolution. Junge Kopten haben an den Aktionen teilgenommen, werden aber jetzt von den Salafisten verfolgt.
Kommentare anzeigen »
Artikel 17. März 2012 - 00:04 Uhr
Mehr Außenpolitik

Sonderermittler: Bericht über Trumps Ex-Anwalt "nicht richtig"

WASHINGTON. In einer seiner äußerst seltenen Stellungnahmen hat der US-Sonderermittler Robert Mueller ...

Zwei Jahre Trump – eine Bilanz

Was sich in Amerika zur Halbzeit der Präsidentschaft von Donald Trump verändert hat und was nicht.

Hat Trump Ex-Anwalt zur Lüge angestiftet?

WASHINGTON. Die US-Demokraten verlangen Aufklärung über einen Bericht, wonach Präsident Donald Trump ...

Union will islamistische Gefährder aus Deutschland ausbürgern

BERLIN. Die Union in Deutschland, CDU und CSU, wollen einem Bericht zufolge eine Möglichkeit schaffen, ...

Patt in Schweden beendet: Löfven bleibt Premier

STOCKHOLM. Sozialdemokrat führt eine Minderheitsregierung.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS