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Politische Diskussionen in Italien nach rassistischem Angriff

MACERATA. Nachdem ein Mann am Samstag mit Schüssen aus einem fahrenden Auto im italienischen Macerata sechs Ausländer verletzt hat, haben italienische Parteien die Tat verurteilt.

ITALY-SHOOTING/MACERATA

Ein rassistischer Angriff hält Macerata in Italien in Atem. Bild: social media (Reuters)

Der Täter gilt als Anhänger der ausländerfeindlichen Lega. Der Fall heizte politische Diskussionen an.

Der 28-jährige Schütze, der Medienberichten zufolge den faschistischen Gruß gezeigt haben soll, als er aus seinem Auto ausstieg und einen Schal mit den italienischen Nationalfarben um die Schulter trug, hatte aus dem fahrenden Auto den Sitz der Demokratischen Partei (PD) um Ex-Premier Matteo Renzi angeschossen, vermutlich wegen deren ausländerfreundlichen Politik. Die PD bemüht sich unter anderem um ein neues Einbürgerungsgesetz.

"Ich hoffe, bald die Wahlen zu gewinnen, um Italien Sicherheit zurückzugeben", sagte Lega-Chef Matteo Salvini. Eine ungeregelte Einwanderung führe zum Zusammenstoß zwischen Italienern und Ausländern. Die mit der Lega verbündete Chefin der Rechtspartei "Brüder Italien", Giorgia Meloni, verurteilte die Verletzung afrikanischer Migranten in Macerata, warnte jedoch vor einem Sicherheitsproblem in Italien. "Die Italiener müssen wieder einem Staat vertrauen, der ihnen Sicherheit, Ordnung und Legalität garantiert", sagte Meloni.

Senatspräsident Pietro Grasso, Chef der Linkskraft "Gleich und frei" (LeU - Liberi e uguali), meinte, man müsse die Gewaltspirale des Hasses stoppen. Er dankte den Sicherheitskräften, die den Täter festgenommen haben. Auch die islamische Gemeinschaft in Italien erklärte sich wegen des Rassismus und der Diskriminierung besorgt. "Wir empfinden tiefe Sorge wegen der gefährlichen Atmosphäre rund um Migranten und ausländische Bürger", so der Präsident der Gemeinschaften aus der arabischen Welt in Italien (Co-mai), Foad Aodi. Der Wahlkampf für die Parlamentswahlen am 4. März mit vielen ausländerfeindlichen Slogans würde die Lage noch mehr verschlimmern.

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Artikel nachrichten.at/apa 03. Februar 2018 - 16:13 Uhr
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