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Politik und Familie verabschieden verstorbenen Ex-Präsidenten George Bush

WASHINGTON. Sechs Tage nach seinem Tod wird der frühere US-Präsident George H. W. Bush in Texas beigesetzt. Beerdigt wird Bush am Donnerstag in College Station auf dem Campus der A&M-Universität, die seine Bibliothek und sein Museum beherbergt. Bush war am Freitag im Alter von 94 Jahren in seinem Haus in Houston gestorben.

Bild: REUTERS/David J. Phillip

Er regierte von 1989 bis 1993 Sein Tod wurde nicht nur in den USA, sondern weltweit mit Trauer aufgenommen. Bush wird neben seiner Frau Barbara und seiner Tochter Robin bestattet. Barbara Bush war erst im April dieses Jahres gestorben. Das Ehepaar war 73 Jahre lang verheiratet und hatte sechs Kinder. Robin war 1953 im Alter von drei Jahren an Leukämie gestorben.

Mit einer berührenden Trauerfeier hatten die Bush-Familie und zahlreiche Würdenträger dem Verstorbenen am Mittwoch in der Nationalen Kathedrale in Washington die letzte Ehre erwiesen. George W. Bush nannte seinen Vater "einen großartigen und großzügigen Mann, den besten Vater, den ein Sohn oder eine Tochter haben könnte". Neben US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania nahmen auch alle noch lebenden Ex-Präsidenten der USA sowie die deutsche Kanzlerin Angela Merkel an der Trauerfeier teil.

"Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden, wird es dort heißen, dass George H. W. Bush ein großartiger Präsident der Vereinigten Staaten war", sagte George W. Bush. "Er zeigte mir, was es bedeutet, ein Präsident zu sein, der mit Integrität dient, mit Mut führt und mit Liebe in seinem Herzen für die Bürger unseres Landes handelt." Der 72-Jährige war seinem Vater acht Jahre nach dessen Ausscheiden im Amt nachgefolgt.

Trump sprach bei der Trauerfeier selbst nicht. Kurz zuvor schrieb er auf Twitter: "Dies ist kein Begräbnis, dies ist ein Tag der Feier für einen großartigen Mann, der ein langes und hervorragendes Leben geführt hat. Er wird vermisst werden!"

Merkel war nach den Worten von Regierungssprecher Steffen Seibert zu der Feier gereist, um dem amerikanischen Volk die deutsche Anteilnahme am Tod dieses Präsidenten auszudrücken. Bush hatte sich nach dem Fall der Berliner Mauer als einer der ganz wenigen westlichen Staatschefs offen hinter die deutsche Einheit gestellt. Aus seiner Amtszeit ist auch der Krieg zur Befreiung Kuwaits in Erinnerung.

Die mehrtägige Abschiednahme von dem Republikaner hatte damit begonnen, dass Trump eine Präsidentenmaschine nach Texas schickte, um die Leiche des Verstorbenen nach Washington zu holen. Der Sarg wurde anschließend im Kapitol in Washington aufgebahrt, wo sich viele Menschen von dem Ex-Präsidenten verabschiedeten. Als die Wagenkolonne mit dem Sarg am Mittwochvormittag vom Kapitol zu der Kathedrale aufbrach, hatten sich in den umliegenden Straßen viele Schaulustige versammelt. Manche von ihnen weinten.

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Artikel nachrichten.at/apa 06. Dezember 2018 - 07:32 Uhr
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