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Mysteriöse Erkrankungen der Diplomaten in Kuba

HAVANNA. Es klingt wie in einem Agenten-Thriller: Mehr als 30 Menschen leiden an mysteriösen Symptomen, deren Ursache nicht bekannt ist.

Mysteriöse Erkrankungen der Diplomaten in Kuba

Was passiert in Havanna? Bild: afp

Alle arbeiten in Havanna im diplomatischen Dienst, sind Angehörige von Diplomaten oder CIA-Agenten. Ihre Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, neuropsychiatrische Symptome und kognitive Beschwerden.

Erste Fälle wurden 2016 bei Mitarbeitern der US-Botschaft in Havanna festgestellt. Mittlerweile sind 25 US-Bürger und neuerdings auch 13 Kanadier betroffen. Alle berichten, dass die Symptome nach einer "akustischen Attacke" aufgetreten seien. An bestimmten Stellen des Botschaftsgebäudes oder in ihren Privathäusern seien plötzlich laute Geräusche zu hören gewesen. Die Betroffenen beschreiben die Geräusche ähnlich wie laute Metallklänge oder das Geräusch, das entsteht, wenn beim Autofahren ein Fenster leicht geöffnet ist.

Die Hintergründe sind unklar

In der Folge kam es zu Gleichgewichts- und Hörstörungen. Die Botschaft ließ die Patienten zunächst an der Universität von Miami von HNO-Ärzten untersuchen. Später wurden sie an der Universität von Pennsylvania auf Hirnverletzungen untersucht. Keiner der Mediziner konnte jedoch den Auslöser der Symptome identifizieren. Die jüngste These lautet laut "New Yorker", dass bestimmte Frequenzen oder elektromagnetische Impulse, die direkt durch das Ohr der Opfer eingetreten sind, für die Schäden verantwortlich sind. Im Innenohr lösen diese eine Art Blasenbildung aus. Die Blasen können beim Explodieren entweder das Gleichgewichtsorgan beschädigen oder, sofern sie ins Gehirn gelangen, dort zu kleinen Schlaganfällen führen.

Nächste Woche wird eine hochrangige Delegation nach Havanna reisen, um den Botschaftsbetrieb zu prüfen. Kuba weist jede Verantwortung für die Vorfälle zurück.

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Artikel 04. Dezember 2018 - 18:52 Uhr
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