Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 23. April 2019, 14:37 Uhr

Linz: 16°C Ort wählen »
 
Dienstag, 23. April 2019, 14:37 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Außenpolitik

Israel empört: Iranische Schiffe durch Suez-Kanal

TEHERAN. Der Iran will nach israelischen Angaben zwei Kriegsschiffe auf dem Weg nach Syrien durch den Suez-Kanal schicken. Die Durchfahrt sei für die Nacht geplant, erklärte Außenminister Lieberman am Mittwoch, der von einer Provokation sprach. So etwas sei seit Jahren nicht mehr geschehen. Es sei bedauerlich, dass die Welt nicht bereit sei, etwas dagegen zu unternehmen.

Lieberman sprach von Provokation

Bild: APA (epa)

"Wir erwarten, dass die internationale Gemeinschaft angesichts dieser iranischen Provokation schnell und entschlossen reagiert", sagte Lieberman. Israel könne diese Provokationen auf Dauer nicht ignorieren.

Als Reaktion auf die Äußerungen Liebermans stiegen an den Weltmärkten die Erdölpreise auf ein 29-Monats-Hoch. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars hatte Ende Jänner gemeldet, Marinekadetten hätten eine einjährige Ausbildung begonnen, die sie über den Golf von Aden ins Rote Meer und durch den Suez-Kanal ins Mittelmeer bringen werde.

Einem israelischen Zeitungsbericht zufolge handelt es sich bei den Schiffen um eine Fregatte und ein Versorgungsschiff. Der Iran habe seit der islamischen Revolution 1979 keine Kriegsschiffe mehr durch den Kanal entsandt, meldete die Zeitung "Jedioth Ahronoth".

Mit der Fahrt ins Mittelmeer kommen die iranischen Schiffe auch vor die Küste ihres Erzfeindes Israel, was dort zu großer Beunruhigung führte. Es gebe keine Rechtfertigung für den Aufenthalt iranischer Kriegsschiffe im Mittelmeer, hieß es in israelischen Regierungskreisen. In Israel geht man davon aus, dass die Schiffe für ein Jahr in einem syrischen Hafen stationiert werden sollen.

Nach Angaben der Suezkanal-Verwaltung erhalten alle Handelsschiffe eine Passage-Erlaubnis, solang sich Ägypten nicht im Kriegszustand befinde. Für die Durchfahrt aller Militärschiffe sei eine Erlaubnis der Außen- und Verteidigungsministerien nötig. Diese würden oft auch sehr kurzfristig erteilt.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at 16. Februar 2011 - 21:26 Uhr
Mehr Außenpolitik

EVP-Spitzenkandidat will fünf Millionen Jobs und EU-FBI schaffen

BRÜSSEL. Der EVP-Spitzenkandidat für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten, Manfred Weber, geht mit "zwölf ...

Erdrutschsieg in der Ukraine: Ein Politikneuling wird neuer Präsident

KIEW. Der bisherige Amtsinhaber Petro Poroschenko will sich aber noch nicht geschlagen geben.

EU-Kommissionspräsident Juncker sagt Fake News den Kampf an

BRÜSSEL. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat ein entschlossenes Vorgehen gegen Lügen im ...

AfD-Mitbegründer sieht "zweifellos rechtsextreme Tendenzen" in Partei

BERLIN. AfD-Mitbegründer Konrad Adam wirft Spitzenpolitikern seiner Partei die Duldung und Beförderung ...

Politik-Neuling Selenskyi wird neuer Präsident der Ukraine

KIEW. Die Ukraine steht vor einem Präsidentenwechsel. Der Komiker Wolodymyr Selenskyj hat laut ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS