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Gewalt bei erster Belgrader Homosexuellen-Parade

BELGRAD. Die Belgrader Polizei ist am Sonntag im Stadtzentrum gegen eine Gruppe von rund 100 Gegnern der Homosexuellen-Parade vorgegangen, die mit Steinen und Ziegeln Ordnungshüter angegriffen haben.

Anti-Homosexuellen-Proteste eskalierten

Bild: APA (epa)

Letztere hinderten sie daran, zum Abhaltungsort der Pride-Parade vorzudringen. Laut dem Belgrader Sender B-92 wurden mehrere Personen festgenommen.

Der US-Sender Radio "Free Europe" berichtete in serbischer Sprache, dass sein Reporter James Kirchick einen Schlag auf den Kopf erhalten habe, als er eine Gruppe von Gegnern der Parade fotografiert hatte. Demselben Sender zufolge wurde auch einer der Organisatoren, Slobodan Stojanovic, in den Morgenstunden vor seiner Belgrader Wohnung schwer verprügelt. Stojanovic sei ins Krankenhaus eingeliefert worden, befinde sich aber außer Lebensgefahr.

Um die Sicherheit von Teilnehmern der ersten Homosexuellen-Parade in Belgrad zu sichern, sind rund 5.000 Polizisten im Einsatz. Der Abhaltungsort wurde bereits am Samstag für den Verkehr gesperrt.

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Artikel sws 10. Oktober 2010 - 16:18 Uhr
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