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Der Atomknopf ist "immer in der Nähe"

PJÖNGJANG. Nordkoreas Diktator droht mit Krieg, macht aber zugleich ein Friedensangebot.

Der Atomknopf ist "immer in der Nähe"

Nordkoreas Diktator Kim Jong-un Bild: Reuters

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat in seiner Neujahrsbotschaft erneut mit einem Atomwaffenangriff gedroht. "Der Atomknopf ist immer auf meinem Tisch", erklärte Kim. Dies sei "keine Erpressung, sondern die Realität". Die USA sollten wissen, dass ihr gesamtes Territorium in Reichweite nordkoreanischer Atomwaffen sei.

Kim brüstete sich in seiner mittlerweile zur Tradition gewordenen Neujahrsrede mit Fortschritten im Atomwaffenprogramm des Landes. Die USA könnten "niemals einen Krieg gegen mich und unser Land führen", betonte er. Nordkorea habe 2017 sein Ziel erreicht, den Aufbau einer Atomstreitmacht abzuschließen.

US-Präsident Donald Trump reagierte zunächst nur am Rande auf die Äußerungen Kims: "Wir werden sehen", sagte er vor Journalisten in seinem Wochenenddomizil Mar-al-Lago in Florida.

Zugleich machte Kim ein überraschendes Friedensangebot an Südkorea: Insbesondere nannte er die bald beginnenden Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang. Regierungsvertreter beider Länder sollten sich dringend treffen, um die Entsendung einer nordkoreanischen Delegation zu besprechen.

Südkorea begrüßte den Vorschlag des nordkoreanischen Diktators, dies könne zu einer erfolgreichen Austragung der Spiele beitragen. Das Präsidialamt in Seoul deutete jedoch zugleich an, mit Nordkorea auch über eine "friedliche Lösung" des Atomstreits reden zu wollen. 

Nordkorea könnte von Südkorea im Gegenzug zur Teilnahme an den Spielen eine Aufhebung seiner Sanktionen und die Wiederaufnahme gemeinsamer Wirtschaftsprojekte fordern.

Südkorea schlägt Nordkorea Gespräche am 9. Jänner vor

Einen Tag nach dem Gesprächsangebot Nordkoreas hat Südkorea dem Nachbarland ein Treffen in der nächsten Woche vorgeschlagen. Eine Zusammenkunft auf hoher Ebene könne am 9. Jänner im Grenzort Panmunjom stattfinden, sagte Vereinigungsminister Cho Myong-gyon am Dienstag. Zuvor kam von Seoul der Vorschlag "ohne Rücksicht auf Zeitpunkt, Ort und Format" mit dem Nachbarland reden zu wollen. 

Thema unter anderem Olympische Winterspiele

Dabei könne über eine mögliche Beteiligung Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang gesprochen werden, aber auch über andere Themen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen, teilte Cho mit.

Sollte das Treffen stattfinden, wären es die ersten Gespräche zwischen den beiden Regierungen seit mehr als zwei Jahren.

 

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Artikel nachrichten.at/apa 02. Januar 2018 - 06:37 Uhr
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