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Mit Sicherheit wichtig

Kontrollen an der Grenze zu Deutschland sind zwar lästig, aber sie sind auch unerlässlich.

Seit 15. Dezember sind an den Autobahn-Grenzübergängen an der bayrisch-österreichischen Grenze strengere Grenzkontrollen in Kraft.

Die Bayern betonen, sie wollten die Beeinträchtigungen gering halten. Das gelingt oft, aber nicht immer. "Ich bin mir der Belastung bewusst", sagte der bayrische Innenminister Joachim Herrmann beim Auftakt. Man wolle große Behinderungen zu Lasten der Pendler, Touristen und der Wirtschaft vermeiden.

Unter anderem ist der Übergang Suben betroffen. Die aktuellen Wartezeiten kann man online unter www.asfinag.at erkunden. Das Innviertel ist ein altes Grenzland. Bis 1. Dezember 1997, als Österreich das Schengen-Abkommen umsetzte, waren die Grenzkontrollen an den Übergängen nach Deutschland nicht wegzudenken.

Der damalige Alltag ist schon fast im Nebel der Geschichte verschwunden, für die jüngere Generation ist er beinahe unvorstellbar. Wer erinnert sich an die strengen uniformierten Zöllner auf der Brücke, an den Stopp vor dem Wächterhäuschen, an prüfende Blicke in den Pass und/oder in den Kofferraum?

Die Vergangenheit kehrt in anderer Form zurück. Wer heute im Stau steht, ärgert sich. Aber die Kontrollen innerhalb der EU sind mit Sicherheit richtig, so lange die Überwachung der Außengrenzen ungenügend ist. Zwar ist die Zahl der Flüchtlinge – verglichen mit dem Höhepunkt im Herbst 2015 – rückläufig, weil die Balkanroute (auf österreichische Initiative) weitgehend dicht ist.

Aber es geht auch um die kriminellen Schleuser-, Einbrecher- und Drogenbanden. Und es geht um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Das ist wichtiger als ein paar Minuten im Stau.

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Artikel Christoph Kotanko 05. Januar 2017 - 00:04 Uhr
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