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Peter Hacker: Wiens lautester Stadtrat

Tiefe Stimme, schallendes Lachen und eine stattliche Statur: Peter Hacker ist nicht zu übersehen und nicht zu überhören. Seit Ende Mai 2018 ist er als Wiener Gesundheits- und Sozialstadtrat auch politisch ein Schwergewicht.

Wiens lautester Stadtrat Von Alexander Zens

Der SP-Politiker Peter Hacker prescht regelmäßig mit Kritik gegen die Bundesregierung vor. Bild: APA

Und er ist jener Wiener SP-Politiker, der die VP/FP-Bundesregierung am häufigsten und heftigsten kritisiert. "Angriff ist die beste Verteidigung" lautet das Motto. Immerhin gerät die Stadt Wien auch regelmäßig unter Druck, wenn es um Themen wie Schuldenstand und Arbeitslosigkeit geht. Die Landtagswahl 2020 ist nicht mehr weit.

Am Donnerstag zeigte Hacker, dass er sich kein Blatt vor den Mund nimmt, als er die geplante einheitliche Mindestsicherung als "echten Wahnwitz" bezeichnete. Wien werde die Regelung nicht übernehmen. Das brachte ihm harsche Konter von VP-Kanzler Sebastian Kurz und FP-Vize Heinz-Christian Strache ein.

Schon wenige Tage nach seiner Amtseinführung hatte Hacker gesagt: "Wir sind ja nicht Erfüllungsbuben oder Erfüllungsmäderl der Bundesregierung." Anfang Dezember attackierte der 55-Jährige in einer Fernsehdiskussion Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FP) mehrmals verbal. Das blieb vielen Sehern eher hängen als die sachlichen Argumente.

Hacker galt schon seit Jahren als Mann für alle Krisenfälle im roten Wien und als Kandidat für höhere politische Weihen. 1982 trat er in den Dienst der Stadt Wien ein, 1985 holte ihn der damalige SP-Bürgermeister Helmut Zilk als Berater ins Team, wobei sich Hacker vor allem mit Bürgeranliegen, Jugend und Sozialem beschäftigte. 1992 wurde er zum städtischen Drogenkoordinator berufen, 2001 wurde er Chef der 100-prozentigen Stadt-Tochter Fonds Soziales Wien (FSW).

Stark ins öffentliche Interesse rückte der FSW in der Flüchtlingskrise 2015. Und gerade in dieser Zeit wurde nachvollziehbar, warum Hacker das Image des hemdsärmeligen Machers hat. Denn von Bürgermeister Michael Häupl (SP) wurde er zum Flüchtlingskoordinator Wiens ernannt.

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Artikel Alexander Zens 12. Januar 2019 - 00:04 Uhr
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