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Witali Mutko: Die Dopingspur führt zu ihm

Dass Witali Mutko vom IOC als Reaktion auf den russischen Dopingskandal auf Lebenszeit von Olympischen Spielen ausgesperrt wurde, rührt nicht von ungefähr.

Die Dopingspur führt zu ihm Von Reinhold Pühringer

Witali Mutko gilt als die zentrale Figur im russischen Dopingskandal. Bild: APA/AFP/ALEXANDER NEMENOV

Zwar kann der ab morgen 59-Jährige weder auf eine Athleten- noch Trainerkarriere zurückblicken, dennoch gilt er im russischen Sport als allmächtig.

Wie das Adjektiv allmächtig zu verstehen ist, illustrieren seine Funktionen: Bevor er im Vorjahr der für Sport zuständige Vize-Ministerpräsident wurde, war er bereits als Sportminister tätig gewesen, was seine Nähe zur hohen Politik nur grob umreißt. Als Präsident des russischen Fußball-Spitzenklubs Zenit St. Petersburg bahnte sich der einstige Vizebürgermeister von St. Petersburg (1992–1996) ab 1995 seinen Weg bis in das Dachgeschoß des Sportfunktionärwesens. Es folgten der Vorsitz in der russischen Liga und im nationalen Fußball-Verband. Seit 2009 sitzt der aus Krasnodar stammende Mutko im Exekutivkomitee der FIFA, ist OK-Chef der im nächsten Jahr stattfindenden Fußball-WM und war im Aufsichtsrat der Winterspiele 2014 in Sotschi.

Der Grund für seinen Aufstieg ist wohl der gleiche wie jener, warum ihm auch der eine oder andere Skandal nichts anhaben konnte: seine Nähe zu Wladimir Putin. Mutko gehört wie Putin, Ministerpräsident Dimitri Medwedew oder auch Gazprom-Chef (Sponsor von Zenit) Alexei Miller zu einem Kreis mächtiger Personen, die einander vertrauen und sich von St. Petersburg aus den Weg an die Spitze der Russischen Föderation bahnten. In den seit Ende 2014 anhaltenden Enthüllungen über staatlich gelenktes Doping in Russland tauchte der Name Mutko als zentrale Figur auf. Laut dem Sonderermittler der weltweiten Anti-Doping-Agentur WADA, Richard McLaren, sei von ihm die Anweisung gekommen, bestimmte Dopingproben der Spiele in Sotschi zu manipulieren. Die FIFA hält an Mutko noch fest. Erste Meldungen, wonach der Dopingskandal auch Russlands Fußball erfassen könnte, kursieren jedoch bereits.

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Artikel Reinhold Pühringer 07. Dezember 2017 - 00:04 Uhr
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