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Werner Steinecker: Karriere mit Lehre

Das Foto stammt aus dem Jahr 1972. Abgebildet sind einige hoffnungsvolle junge Menschen, die bei der Landesenergiefirma OKA den Lehrberuf des Starkstrommonteurs erlernen wollen.

Karriere mit Lehre Von Dietmar Mascher

Knapp 45 Jahre nach dem Einstieg bei der OKA wird Werner Steinecker Generaldirektor Bild: VOLKER WEIHBOLD

Darunter auch der 15-jährige Werner Steinecker. Knapp 45 Jahre später, Anfang März 2017, wird Steinecker Generaldirektor dieses Unternehmens, das nun Energie AG Oberösterreich heißt.

Gestern, Montag, hat der Aufsichtsrat den 59-jährigen Steinecker bestellt. Nachdem Michael Strugl nach einigem Hin und Her doch nicht Leo Windtner nachfolgt, sondern der Landesregierung erhalten bleibt, war Steinecker der logische Kandidat für diesen Posten.

Er steht wie kaum ein anderer für den Slogan "Karriere mit Lehre". Steinecker absolvierte nach der Lehre die HTL für Elektrotechnik, schloss das Jus-Studium mit dem Doktorat ab und erwarb an der Linzer Management-Akademie (Limak) den Titel Master of Business Administration (MBA).

Obwohl in Technik, Recht und Wirtschaft ausgebildet, bezeichnete sich Steinecker stets als "Techniker aus Fleisch und Blut". Das blieb er, als er die 50-Prozent-Tochter Ferngas leitete, die mittlerweile in die Energie AG integriert ist, und als er 2002 in den Vorstand der Energie AG kam und dort seit 14 Jahren die Technik-Agenden verantwortet.

Steinecker ist als CVer und Jäger bestens vernetzt. Auch Kritiker konstatieren ihm sehr gutes technisches Verständnis und dass er das Unternehmen wie seine Westentasche kenne. Dieselben Kritiker bemängelten aber auch, dass Steinecker Privates und Berufliches nicht sachgerecht trennen könne. Immer wieder gab es Vorwürfe, die sich auch in anonymen Briefen an den Landeshauptmann als Eigentümervertreter äußerten. Bedenken, die es im Aufsichtsrat gab, konnte Steinecker aber offenbar ausräumen. Er wurde am Montag einstimmig gewählt.

Steinecker ist verheiratet, Vater zweier erwachsener Töchter und wohnt in Kirchschlag.

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Artikel 20. Dezember 2016 - 00:04 Uhr
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