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Wer ist Winnetou? Nik Xhelilaj

Bis Albanien ist Winnetou nie geritten. Nik Xhelilaj kennt den sanftmütigen Friedensbeschwörer und Häuptling der Apachen gar nicht, den er nun spielen wird.

Wer ist Winnetou? Von Peter Grubmüller

Bild: RTL / Nikola Predovic

Der 32-Jährige könne aufgrund der medialen Aufregung nur erahnen, welche Bedeutung diese Rolle und die von RTL angeschobene Neuverfilmung hätten. Aktuell wird wie mit Xhelilajs Vorgänger Pierre Brice (1929-2015) in den 60er-Jahren in Kroatien gedreht. RTL will den Dreiteiler "Winnetou und Old Shatterhand", "Der Schatz im Silbersee" sowie "Winnetous Tod" 2016 ausstrahlen. Wotan Wilke Möhring wird als Winnetous Blutsbruder Old Shatterhand zu sehen sein.

Wer den Film "Der Albaner" (2010) verpasst hat, der hat Nik Xhelilaj vermutlich noch nie gesehen. Der Schauspieler drehte bisher vor allem in der Türkei und in seiner Heimat TV-Filme. Deutsch hatte er schon für "Der Albaner" für die Hauptrolle des illegalen Migranten gelernt.

Xhelilajs Eltern sind hohe Militär-Offiziere und weil es der Familienrat so entschieden hatte, musste Nik mit 14 nach Istanbul übersiedeln. Er sollte die türkische Militärschule besuchen und zum Soldaten ausgebildet werden, aber er blieb nur sieben Monate. Zurück in Albanien wollte er nach seinem Schulabschluss Rechtswissenschaften studieren, wurde aber nicht genommen. Also schrieb er sich bei der Kunst-Akademie für Schauspielerei ein und schon im ersten Jahr bot ihm Regisseur Pirro Milkani die Hauptrolle in dessen Film "The Sadness of Mrs. Snajdrova" an. Weil der Film teilweise auf Tschechisch gedreht wurde, trainierte Xhelilaj monatelang, seinen Textzeilen den Akzent auszutreiben. In Albanien sei er ein Superstar, so nahm er etwa an der ersten Staffel "Dancing with the Stars" (vergleichbar mit "Dancing Stars" im ORF) im albanischen Fernsehen teil. "Das hilft mir vielleicht, mich so elegant wie ein Indianer zu bewegen", sagt Xhelilaj. Bis 2016 können wir einstweilen die Aussprache seines Namens üben: Schelilai.

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Artikel Peter Grubmüller 24. August 2015 - 00:04 Uhr
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