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Viktoria Schnaderbeck: Keine Lust auf die goldene Ananas

Mit den Erfolgen kommt auch der Ehrgeiz, nach den Sternen zu greifen.

Keine Lust auf die goldene Ananas Von Alexander Zambarloukos

Die Grazerin Viktoria Schnaderbeck führt Österreich als Kapitänin zur EURO 2017. Bild: GEPA

Es ist jetzt nicht so, dass Österreichs Frauenfußball-Nationalteam bei der EURO 2017 in den Niederlanden den Titel gewinnen wird. Aber das "Schlachtopfer" aus vergangenen Tagen wird die Mannschaft sicher nicht abgeben. "Wir wollen eine Rolle und nicht um die goldene Ananas spielen", sagt die 25-jährige Viktoria Schnaderbeck, die längst als ÖFB-Kapitänin wahrgenommen wird – und nicht mehr "nur" als die Cousine des berühmten Verteidigers Sebastian Prödl, der in Watford Superstars vom Kaliber eines Zlatan Ibrahimovic das Fürchten lehrt.

Schnaderbeck ist eine, die ihre Karriere nicht auf die lange Bank geschoben hat. Die Steirerin wusste früh, wohin sie der Weg führen sollte. 2007 war ein absolutes Schlüsseljahr. Damals – mit 16 – debütierte sie nicht nur in Freistadt beim 0:1 gegen Polen im A-Team, sondern wechselte auch vom LUV Graz zum großen FC Bayern München. In Deutschland bekam "Viki" nichts geschenkt, sondern musste sich von den Amateuren zu den Profis hocharbeiten. Das gelang binnen drei Jahren.

Jetzt ist Schnaderbeck ein Fixstern bei den "Roten", mit denen sie bereits zwei Meisterschaften (2015, 2016) sowie den DFB-Pokal (2012) gewonnen hat. "In Deutschland bist du täglich gefordert, musst immer 100 Prozent deiner Leistung abrufen. Davon profitieren wir alle – auch physisch", erzählt die Mittelfeldspielerin.

Es kommt nicht von ungefähr, dass am Dienstag beim EM-Quali-Finale in Wales (0:0) elf Legionärinnen in der Startelf gestanden sind. Dass die Eroberung des EURO-Tickets nicht live im TV zu sehen war, tut ein bisschen weh: "Das ist schade, weil sich mittlerweile sehr viele dafür interessieren."

Vor neun Jahren war das noch nicht so. 2007 hatte Österreich nur sechs im Ausland engagierte Spielerinnen und eine Weltranglisten-Platzierung im Nirvana (Nr. 42). Jetzt geht’s bergauf – auch dank Schnaderbeck.

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Artikel Alexander Zambarloukos 22. September 2016 - 00:04 Uhr
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