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Jochen Danninger: Spindeleggers rechte Hand

In manchen Medien wird Jochen Danninger bereits als Staatssekretär in der nächsten Bundesregierung gehandelt.

Spindeleggers rechte Hand Von Annette Gantner

Der Innviertler Jochen Danninger koordiniert die Regierungsverhandlungen für die ÖVP. Bild: APA/DRAGAN TATIC

Der 38-Jährige ist Kabinettschef von Außenminister Michael Spindelegger (VP) und wird als dessen enger Vertrauter auf VP-Seite die Regierungsverhandlungen gemeinsam mit Staatssekretär Reinhold Lopatka koordinieren.

Danninger ist in dieser Rolle geübt: Gemeinsam mit SP-Staatssekretär Josef Ostermayer – der auch als Kabinettschef von Werner Faymann begonnen hatte, bevor sein Aufstieg in der Politik begann – koordiniert Danninger bereits seit längerem die Regierungsarbeit. Beide sind miteinander per Du, das rot-schwarze Duo gilt als eingespielt.

Eigentlich wollte Danninger Rechtsanwalt werden. Geboren am 19. Mai 1975 in Ried im Innkreis, studierte er nach Matura und Bundesheer in Wien Rechtswissenschaften. Nach dem Gerichtsjahr heuerte er bei der Industriellenvereinigung als Trainee an und übersiedelte als Assistent des oberösterreichischen EU-Parlamentariers Paul Rübig nach Brüssel. Dort lernte er auch seine spätere Ehefrau kennen, mit der er zwei Töchter hat. Auch sie ist in der ÖVP verankert und arbeitet im schwarzen Parlamentsklub.

2002 engagierte sich Danninger im Nationalratswahlkampf und fiel dabei Andreas Khol auf. Als dieser nach der Wahl zum Ersten Nationalratspräsidenten aufstieg, machte er Danninger das Angebot, bei ihm im Büro mitzuarbeiten. Khol ging, Danninger blieb. Als Spindelegger zum Zweiten Nationalratspräsidenten gewählt wurde, machte er Danninger zu seinem Büroleiter und nahm ihn vor fünf Jahren ins Außenamt mit. Kein einfacher Job: Es ist unüblich, dass der Kabinettschef kein Diplomat ist.

Der passionierte Läufer ist Parteimitglied, aber kein Funktionär. Unter den VP-Granden genießt er aufgrund seiner Sachkenntnisse und seines Organisationstalents hohes Ansehen. Ob der Kabinettschef in die Politik wechselt, werden die nächsten Wochen zeigen.

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Artikel Annette Gantner 18. Oktober 2013 - 00:04 Uhr
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