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Hermann Krist: Der neue Kapitän

Als Politiker ist ihm das noch nie passiert: Hermann Krist, SP-Nationalrat aus Pucking, wurde am Wochenende mit hundert Prozent der Delegiertenstimmen zum neuen Präsident des Sport-Dachverbandes Askö gewählt.

Der neue Kapitän Von Christoph Zöpfl

Hundertprozentig gewählt: Askö-Präsident Hermann Krist aus Pucking Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

"Ich gebe zu, ich laufe heute schon mit einer stolzgeschwellten Brust herum", sagte der 54-Jährige gestern den OÖN. Dass er Peter Wittmann an der Askö-Spitze ablösen wird, kam für viele überraschend, obwohl die Neuaufstellung der Führung des Verbandes schon länger intern eine beschlossene Sache war. Darum hat der Hobby-Segler mit Skipper-Schein auch schon eine sehr konkrete Vorstellung vom zukünftigen Kurs, den er als Askö-Kapitän steuern wird. "Die größte Herausforderung wird sein, das neue Sportfördergesetz mit Leben zu erfüllen", sagt Krist, der bei der Gesetzesreform selbst als SP-Sportsprecher involviert war. In den Chor jener Funktionäre, die sich über einen Machtverlust beschweren, will er nicht einstimmen. Im Gegenteil. Krist: "Es ist doch positiv, wenn jetzt endlich mehr Transparenz geschaffen wird. Jeder hat doch das Recht, zu erfahren, was mit den 80 Millionen Euro der besonderen Sportförderung passiert."

In die Politik ist der gebürtige Ansfeldener schon sehr bald eingestiegen. Er war bereits als Maschinenschlosser-Lehrling Jugend-Vertrauensmann, später Betriebsrat bei Optyl-Carrera in Traun. Seit 2002 sitzt er im Nationalrat und ist dort unter anderem SP-Sport- und SP-Südtirolsprecher. Als ehemaliger Fußballer des ASK Nettingsdorf zieht er beim FC Nationalrat in der Rolle des Kapitäns die Fäden, seine Leidenschaft fürs Motorradfahren lebte er auch als Gründungsmitglied der Red Biker Oberösterreich aus. Seine Honda Goldwing stand zuletzt fast zwei Jahre unberührt in der Garage, im Vorjahr hat er sie schweren Herzens verkauft. "Ich habe aufgehört, weil es zu gefährlich ist", sagt Krist, der nach einem OÖN-Schnupperkurs beim Golf-Sport hängen geblieben ist. Diese Alternative zum Motorradfahren dürfte seiner Frau Barbara, den erwachsenen Töchtern Sarah und Verena gefallen. Den Enkelkindern Ben und Marie wird’s eher egal sein ...

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Artikel Christoph Zöpfl 21. Januar 2014 - 00:04 Uhr
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