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Giacomo Agostini: Der "Sir auf dem Motorrad"

Wenn Giacomo Agostini dieses Wochenende beim Oldtimer-Grand-Prix in Aich bei Schwanenstadt auf seiner legendären MV Agusta am Gashebel dreht und das Bad in der Menge genießt, ist der legendäre Italiener wieder ganz in seinem Element.

Der "Sir auf dem Motorrad" Von Dominik Feischl

Die 76-jährige Legende aus Italien ist Stargast beim Oldtimer-Grand-Prix des MSV Schwanenstadt. Bild: OÖN

In den 60er- und 70er-Jahren war es der Mann aus Bergamo, der den Ton in der Motorrad-Welt in unnachahmlicher Weise angab, 17 Jahre fuhr er in der Spitze mit.

"Ago" eroberte bis zum Jahr 1977 insgesamt 15 WM-Titel und ist damit Rekordchampion. 192 Mal ist er in der Motorrad-WM an den Start gegangen, 122 Mal hat er dabei gewonnen – ebenfalls einsame Spitze. Klar, dass dem Rennfahrer aus Leidenschaft das Aufhören schwer fiel. "Ich habe drei Tage in Folge geweint, danach habe ich mich damit abgefunden. Das Leben geht weiter", sagte Agostini im Vorjahr, als er seinen 75. Geburtstag beging. Nachdem er abgestiegen war, versuchte sich der Vater eines Sohns und einer Tochter erfolglos als Autorennfahrer. Besser kam er als Manager der Motorrad-WM-Teams von Yamaha, Cagiva und Honda zurecht.

Ganz los kam er von der Rennstrecke ohnehin nie. Noch immer ist sein Rat bei heutigen Superstars wie Valentino Rossi hochgeschätzt, noch immer ist er gern gesehener Gast bei Veranstaltungen. So auch 2009 bei der OÖN-Gala-Nacht des Sports im Linzer Brucknerhaus. Erstmals ist er nun auch beim Klassiker am Hausruckring, den der MSV Schwanenstadt organisiert, dabei. Allüren sind dem "Sir auf dem Motorrad", wie er einmal bezeichnet wurde, fremd. "Er ist wie die anderen Weltmeister im Gasthaus Gruber untergebracht, und er hat keine Sonderwünsche gestellt", sagt Manfred Mayrhofer vom MSV.

Nur bei seiner MV Agusta 500 Dreizylinder (68er-Baujahr) versteht Agostini keinen Spaß. Die wurde schon Anfang der Woche mit einem Sondertransport ins Hausruckviertel gebracht und im Hochsicherheitstrakt eines Industriebetriebs versteckt. Damit Agostini heute und am Sonntag wie in alten Zeiten so richtig in Fahrt kommen kann.

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Artikel Dominik Feischl 01. September 2018 - 00:04 Uhr
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