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Georg Strasser: Der Mann aus dem Granit

Georg Strasser (46) soll Jakob Auers als Präsident der VP-Agrarvertretung nachfolgen.

Der Mann aus dem Granit

Bauernbund-Präsident Georg Strasser: Er ist geografisch fast Oberösterreicher. Bild: APA

Er sei mit 15 Kühen und 20 Hektar Wiesen und Feldern ein ganz durchschnittlicher Bauer, sagt Georg Strasser (46). Bald soll er einer der einflussreichsten in Österreich sein, denn die Bauernbund-Gremien sollen ihn heute, Mittwoch, zum Nachfolger Jakob Auers als Präsident der VP-Agrarvertretung designieren. Am 26. August soll beim Bundesbauernrat die offizielle Kür erfolgen.

Strasser bringt beinahe ideale Voraussetzungen für das Amt mit. Er hat agrarische Kaderschmieden absolviert, die Mittelschule in Wieselburg und das Studium der Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur. Er hat als Geschäftsführer des Instituts für Nachhaltigkeit Yspertal als Pionier in der ländlichen Entwicklung gearbeitet. Das sind Themen, die für die Landwirtschaft und für Österreich sehr wichtig werden. Strasser hat politische Erfahrung, seit 2009 als Bürgermeister von Nöchling, seit 2013 als Abgeordneter zum Nationalrat.

"Ich bin gut vorbereitet", sagt er, "aber ich habe großen Respekt vor dieser Herausforderung. Ich weiß, was auf mich zukommt." Er wolle Präsident für die Landwirte aller Bundesländer sein. Er entstammt nicht großbäuerlichem Adel aus einer Gunstlage, sondern ist Milchbauer im Waldviertler Bergland. "Ich bin im Granit daheim", sagt er. Das signalisiert Bodenständigkeit und Selbstbewusstsein.

Strasser kann nun dem bislang bekanntesten Nöchlinger nacheifern: dem Schauspieler und Kabarettisten Josef Hader. Politisch gehört die Gemeinde zum Bezirk Melk. Eng sind die Kontakte zum Mühlviertel. Strasser hat dort die Hauptschule besucht. "Die Nöchlinger haben sich beim Schulsprengel für Waldhausen statt Persenbeug entschieden." Die Straße von der Donau nach Nöchling hinauf führt über oberösterreichisches Gebiet. "Unsere sozialen Kontakte gehen nach St. Nikola, Grein und Dimbach", sagt Strasser. Er ist 20 Jahre verheiratet und hat zwei Kinder. "Ich habe aber mit meiner Frau vereinbart, dass die Familie unser Privatleben bleiben soll."

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Artikel 12. Juli 2017 - 00:04 Uhr
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