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Elisabeth Nowak-Thaller: Die Brosch-Expertin

Früher, da ist es manchmal heiß hergegangen im Hause Thaller. Robert, das Familienoberhaupt, war einer der Mitbegründer sowie Kapellmeister der Linzer Buam und manchmal fand die Prob’ mit 30 Musikern halt bei den Thallers in Linz statt.

Die Brosch-Expertin Von Helmut Atteneder

Elisabeth Nowak-Thaller, Kuratorin der Klemens-Brosch-Ausstellung in Linz (Weihbold) Bild: VOLKER WEIHBOLD

Musik hat auch seine Tochter Elisabeth geprägt. Sie konnte gut singen und Klavier spielen, also überlegte sie ein Studium am Salzburger Mozarteum. Dort ist sie auch gelandet, allerdings, um Kunsthistorikerin zu werden.

"Das war das Richtige für mich", bilanziert Elisabeth Nowak-Thaller, die heute 56-jährige Vizedirektorin des Lentos Kunstmuseums in Linz und Kuratorin der gestern eröffneten Ausstellung des Linzer Zeichengenies Klemens Brosch. Die Auseinandersetzung mit dem exzentrischen, morphiumsüchtigen Künstler, dem sie auch ihre Dissertation gewidmet hat, sei ihr manchmal durch Mark und Bein gegangen. Manchmal habe sie sich auch gefragt, ob ihre Recherchen ethisch noch vertretbar sind, etwa "wenn man Liebesbriefe oder Patientenakte in Händen hält".

Mit ihrem reichen Fachwissen und ihrer gewinnend-begeisterten Art der Wissensvermittlung ist die Ankaufskuratorin der Stadt Linz als Referentin und Jurorin weithin gefragt.

Privat ist die seit 26 Jahren mit dem Bausachverständigen Peter Nowak verheiratete Linzerin gerne auf Reisen. Gemeinsam haben die beiden einen 24-jährigen Sohn, Maximilian. "Mein Mann war immer ein großartiger Vater, deshalb war ich auch nach der Geburt meines Sohnes immer berufstätig", sagt Nowak-Thaller. Reiten, Yoga und Tauchen gehören auch zu den Hobbys der leidenschaftlichen Netzwerkerin. Fixes Mitglied der Familie ist auch ein Mops names "Captain Jack".

Neben Klemens Brosch zählt Oskar Kokoschka zu den Lieblingskünstlern der "zeichnerisch völlig unbegabten" Kunsthistorikerin. Wiewohl sie die Malerei eigentlich in den Genen haben müsste, betrieben die Thallers doch einst einen eigenen Malerbetrieb.

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Artikel Helmut Atteneder 30. September 2016 - 00:04 Uhr
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