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Bidsina Iwanischwili: Georgiens reichster Mann

Georgiens reichster Mann Von Heidi Riepl

Der Milliardär Bidsina Iwanischwili wird neuer Regierungschef. Bild: epa

Geld ist nicht alles. Georgiens reichster Mann will auch der mächtigste Mann des Landes sein. Nach dem überragenden Sieg der von ihm geeinten Opposition bei der Parlamentswahl am Montag scheint dieser Traum nun Wirklichkeit zu werden. Bidsina Iwanischwili wird aller Voraussicht nach neuer Regierungschef. Und da Georgien demnächst eine Parlamentsrepublik wird, wird der 56-Jährige dann der allmächtige Führer der kleinen Kaukasusrepublik.

Dabei ist es erst ein gutes Jahr her, seit der Multimilliardär seinen Wechsel in die Politik bekanntgab. „Georgischer Traum“ hat er seine Bewegung genannt – nach dem Namen der populären Band seines Sohnes Bera, der ein bekannter Rapper in Georgien ist. Mit seinen hehren Versprechen, Armut und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, machte er sich bei den Wählern sofort beliebt. Die Georgier haben längst die Nase voll vom korrupten Machtapparat des bisherigen Präsidenten Michail Saakaschwili. Und sie sehen in Iwanischwili einen großen Wohltäter. Schließlich hat der Politiker, der mit einem Vermögen von 6,4 Milliarden Dollar Platz 191 der Forbes-Liste der Superreichen belegt, hunderte Millionen Dollar in die Sanierung von Museen, Theatern, Schulen und Kirchen investiert. Im Westen war er bislang vor allem wegen seiner spektakulären Kunstkäufe bekannt. 2006 kaufte Iwanischwili Pablo Picassos Bild „Dora Maar au Chat“ für 95 Millionen Dollar.

Iwanischwili, der in Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion mit Metallhandel und Immobiliengeschäften reich wurde, beteuert, dass er Georgiens prowestlichen Kurs beibehalten, zugleich aber die Beziehungen zu Russland normalisieren wolle. Seine Gegner beschimpfen ihn jedoch als Oligarchen, der Georgien „mit Mafiamethoden wieder in die Zeiten einer Sowjetdiktatur stürzen wolle". Zugleich gilt er als schrullig und streithaft.

Iwanischwili ist verheiratet und hat vier Kinder. Er achtet nach eigenen Angaben sehr auf seine Figur, er treibt viel Sport und liebt Yoga.

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Artikel Heidi Riepl 04. Oktober 2012 - 00:04 Uhr
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