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August Wöginger: Der fleißige Gust

August Wöginger steigt beharrlich die Karriereleiter nach oben.

Der fleißige Gust Von Annette Gantner

Der 41-jährige Innviertler wird Obmann des mächtigen VP-Arbeitnehmerbundes. Bild: foto-kerschi.at

Kommenden Dienstag wird er als geschäftsführender ÖAAB-Chef eingesetzt. Vorausgesetzt, es tritt kein Konkurrent auf den Plan, wird der bisherige ÖAAB-Generalsekretär im November auch offiziell zum Obmann gewählt. Damit nimmt der 41-Jährige eine der mächtigsten Rollen im inneren Gefüge der ÖVP ein.

Der Innviertler hat sich in der Volkspartei durch seinen Fleiß, seinen Sach- und Hausverstand und seine umgängliche Art zunehmend eine gewichtigere Position verschafft. Zuletzt verhandelte er an der Seite von Finanzminister Hans Jörg Schelling maßgeblich die jüngste Pensionsreform und bestimmte die VP-Linie zur Mindestsicherung mit.

Sozialpolitik ist sein Steckenpferd: Nach Handelsakademie und Zivildienst begann "Gust", wie ihn seine Freunde nennen, beim Roten Kreuz zu arbeiten. Bis 2014 war er als Zentralbetriebsrat für die 1700 beruflichen Mitarbeiter des Roten Kreuzes Oberösterreich zuständig. Eine Funktion, die er zugunsten seiner politischen Arbeit zurücklegte. Das Verständnis für die Anliegen der Arbeitnehmer ist ihm geblieben.

Obwohl er aus einer unpolitischen Familie stammt, engagierte sich Wöginger bereits mit 16 Jahren bei der Jungen VP. Er stieg in die Kommunalpolitik ein und ist heute noch Gemeinderat in Sigharting.

Dass er aus dem Innviertel kommt, trägt Wöginger stolz vor sich her. Im Parlament, wo er 2002 als Hinterbänkler einzog und mittlerweile zum stellvertretenden Klubchef aufgerückt ist, ist er häufig in Tracht anzutreffen. Seine Reden hält er selbstbewusst im Dialekt. Seine Frau Sandra und die drei Kinder (11, 8 und 4) leben in Oberösterreich, so oft es sich einrichten lässt, pendelt er nach Hause.

VP-Urgestein Franz Hiesl förderte Wögingers Aufstieg, im Vorjahr überreichte er ihm das Zepter des oberösterreichischen AAB. Nicht zuletzt deswegen gilt Wöginger auch als Personalreserve für die Landesregierung.

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Artikel Annette Gantner 13. April 2016 - 00:04 Uhr
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