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„Es kann nur einen absoluten Waffenbann geben“

Die Frage von Waffenverbotszonen im öffentlichen Raum scheint mir, durch die „Behördenbrille“ betrachtet, zu unscharfen Antworten zu führen.

In allen Gesellschaften ist eine Waffe ein Mittel der aktiven oder passiven Gewaltausübung. Der aktive Waffenträger will bedrohen, einschüchtern, verletzen oder töten; der passiv Bewaffnete erwartet dies potenziell von seinen Mitmenschen. Soll dies die Grundlage des Zusammenlebens sein?
Es gibt Gesellschaften, die ein verfassungsmäßiges Recht auf das Tragen einer Waffe zugestehen. Dies wurde aus vergangenen Zeiten gesetzloser, gewalttätiger Landnahme in die zivilisierte Gegenwart übernommen. Die bekannten Ergebnisse lassen sich damals wie heute als „Wildwest“ beschreiben.

Für eine Gesellschaft in friedvollem Zusammenleben kann dies deshalb nur einen absoluten Waffenbann in der Öffentlichkeit bedeuten. Für Gesellschaften, die sich zunehmend polarisieren, muss dies erst recht gelten. Das ist eine hochpolitische Frage; jedenfalls keine, die von Behörden zu beantworten wäre. Erforderliche Gewaltausübung ist Sache des demokratischen Staates!

Wolfgang Zenker, Gmunden 

 

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Artikel 16. Januar 2019 - 20:19 Uhr
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