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Attraktiviert die Innenstadt!

In den 60er- und 70er-Jahren stieg die Mobilität. Gmundner fuhren nach Vöcklabruck und Wels oder nach Linz zum Schaufensterbummel und Einkaufen, obwohl es noch einen guten Branchenmix in der Gmundner Innenstadt gab und überall gebührenfrei geparkt werden konnte.

In der Folge entstanden die ersten Einkaufszentren am Stadtrand. Damit begann das endgültige Sterben der Innenstädte. In Gmunden, das nie eine wirkliche Einkaufsstadt wie damals beispielsweise Wels war, wirkte sich diese Entwicklung besonders negativ aus. Der Bürgermeister begrüßte den Spatenstich zum Bau des SEP-Einkaufszentrums und auch seine Erweiterung. Die Gemeinde erhoffte sich mehr Lohnsteuereinnahmen. Politik und Kaufmannschaft sahen zu und entwickelten keine Strategien, um die Innenstadt zu attraktivieren.
Die Entwicklung des Internets und Amazon brachten das endgültige Aus. Das Einkaufsverhalten änderte sich.
Können die Umsätze allein durch die Parkmöglichkeit auf dem Rathausplatz, auch wenn 45 Minuten freies Parken erlaubt ist, gerettet werden? Ich glaube nicht. Am Dienstagvormittag ist die Innenstadt belebt, auch wenn auf dem Rathausplatz wegen des Wochenmarktes nicht geparkt werden kann. Merkwürdig – oder?
Die Innenstadt muss für Besucher attraktiver werden. Die Eigentümer der sterbenden alten Häuser müssten eingeladen werden, um gemeinsam eine Lösung für leistbares Wohnen in der Innenstadt zu entwickeln. Das wird der Gemeinde Geld kosten, wäre aber eine gute Investition in die Zukunft. Ein Geschäftsgründungsprogramm muss eingeführt werden. Die Gemeinde und die Geschäftsleute müssen gemeinsam Ideen entwickeln. Schwanibussi und Open-Air-Konzerte bringen keine nachhaltige Entwicklung. Auch nicht die Marke stilvoll.

Dr. Franz Hufnagl, Gmunden

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Artikel 11. Februar 2019 - 18:04 Uhr
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