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Saatgutverordnung: Wer reguliert die Regulierer?

Zwei Schritte zu weit, einer zurück, so setzt man auf Sicht gesehen auch seine Ziele durch.

Man beruft sich treuherzig auf ein Missverständnis und beruhigt die Hobbygärtner, dass sie das ja nicht betreffe und agiert mit einem schwammigen Verordnungstext in dieselbe Richtung weiter.

Das ist der Weg wie man das seit Menschengedenken existierende Züchterprivileg aushebeln will. Es sollen Abhängigkeiten geschaffen werden und Geld soll sprudeln ohne Ende. Damit wird auch Saatgut zur Waffe, da sich damit auch der Hunger steuern lässt und damit lassen sich auch Völker lenken. Wer braucht diese Verordnung? Einige Kapitalgesellschaften, die sich auf unsere Kosten De-facto-Monopole schaffen wollen, oder der Konsument den man damit schützen will? Schützen wovor?

Regeln aufstellen heißt, Grenzen zu ziehen. Wenn Rechtsvorschriften den Effekt haben, dass sie auf Kosten aller einigen sehr, sehr wenigen unermesslich große wirtschaftliche Vorteile verschaffen, kann das noch Recht sein? Recht aufs Äußerste getrieben wird zum äußersten Unrecht, wenn Verordnungen das Volk letztlich schädigen. Der zwanghafte Wahn, alles regulieren zu müssen, ist die Geisel unserer Zeit. Aber wir haben ja die Pauschalwunderlösung für alles – Bürokratie.

Wir lösen zwar damit keine Probleme, aber sie sind wenigstens verwaltet. Auch dem Recht sind Grenzen zu setzen: ethische, moralische, menschliche. Der Patentierbarkeit im Biobereich sind Grenzen aufzuerlegen, sonst ist der Mensch selbst eines Tages lizenzgebührpflichtig oder er gehört plötzlich einer illegalen Menschensorte an. Dazu müsste man die Regulierer erst einmal kräftig regulieren und die Lobbyisten stark stutzen, das ist die Herausforderung für das Volk, von dem eigentlich alles Recht auszugehen hat.

Gottfried Halbmayr, St. Peter am Wimberg

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Artikel 17. Mai 2013 - 21:44 Uhr
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