Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 19. Jänner 2019, 19:29 Uhr

Linz: 0°C Ort wählen »
 
Samstag, 19. Jänner 2019, 19:29 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Meinung  > Leserbriefe

Leserbriefe Linz

Lesermeinung

Linzer Maibaum gestohlen Bild: Weihbold

Radau-Gaudi

Betrifft: Vorfälle am 1. Mai in Linz

Es ist mir klar, dass eine Zeitung gerne auch skurrile Politsager wiedergibt. Schon zur Erheiterung der Leserschaft. Nicht ganz klar ist, dass sie dies unkommentiert tut. So berichten die OÖN am 8. Mai, dass die VP-Klubchefin im Linzer Gemeinderat, Elisabeth Manhal, voll Empörung über Vorfälle beim alternativen Mai-Aufmarsch gefordert hat, allen jenen Organisationen, die sich mit dem „Bündnis gegen Polizeigewalt, also mit „Radaubrüdern“, solidarisieren, umgehend jegliche öffentliche Unterstützung zu streichen. Hut ab vor solcher „Politcourage“.

Da ich annehme, dass besagte Dame ihre Politverantwortung ernst nimmt und die Lage der Dinge ordentlich recherchiert hat, hat sie immerhin den Mut, wider Wissen zu fordern, künftig die Kunstuni finanziell auszuhungern, weil deren Rektor Reinhard Kannonier als Unterstützer des Bündnisses „erkennbar zum Radaubrüdertum“ neigt. Betroffen von pekuniärer Ausgrenzung durch Manhal sind unter anderem aber auch das Frauenhaus, die Grünen Linz, der KZ-Verband VDA OÖ, das Theater Phönix, der Betriebsrat der Caritas, etc., etc., etc. …

Ihre Informationen über die Vorfälle am 1. Mai hat Frau Manhal (die als Augenzeugin vor Ort nicht bemerkt wurde) wahrscheinlich vom OÖN-Leserbriefschreiber Norbert Riedl aus Tumeltsham. Ein Mann, der, wie er in derselben OÖN-Ausgabe mitteilt, ein durchschnittlicher Mensch ist, der Ruhe und Ordnung liebt und die Polizei noch respektiert. Pech für Manhal: Korrektmensch Riedl muss ein Augenleiden haben. Er hat massenhaft Vermummte gesehen, die, schier unglaublich, die zu respektierenden Uniformierten angebrüllt (!), dann mit Fahnenstangen geschlagen, schließlich mit Pfefferspray benebelt haben. Sehende Augenzeugen (auch der Schreiber dieser Zeilen) berichten hingegen unisono, dass nur einige wenige Schüler zu Kapuzenleibchen Sonnenbrillen trugen und dafür von körperlich bullenhaften Polizisten brutalst mit Schlagstöcken geprügelt wurden.

Gegen diese Gewalt einschreitende Erwachsene, wie der Vize-Rektor der Linzer Kunsthochschule, wurden niedergeknüppelt, gefesselt und ins Gefängnis verbracht. Der besagte Pfefferspray sorgte dann trotz des Ernstes der Situation bei den Umstehenden für Heiterkeit. Der nur von Polizisten eingesetzte Scharfbetäuber blies dank einer Windböe ihnen selbst ins Gesicht und brachte sie zum Weinen… Zum Beweinen ist der von den Zuständigen bis jetzt nicht geahndete und getadelte Polizeieinsatz allemal.

Der VP sei aber nahegelegt, Frau Manhal künftig vom Klubchefsessel auf den Sitz des Haus- und Hofnarren im Gemeinderat zu befördern. Dem Vernehmen nach gibt es bei dieser Fraktion auch normale Leute.

Mario Kaspar, Leonding

Wohin mit Jugend?

Betrifft: Bericht „Schrebergärtner sind besorgt...“

Wohin mit der Jugend? Trotz Jugendwahns sind nicht alle begeistert, wenn Jugendliche sich in ihrer Nähe aufhalten, so wie in Haid, wo die Gemeinde ein neues Jugendzentrum in der Nähe der Kleingartenanlage Stelzhamerstraße baut. Fakt ist, dass der alte Jugendtreff keine 300 Meter entfernt war und es auch da keine nennenswerten Probleme gab. Jugend braucht Platz, aber auch Toleranz. Viele von uns Schrebergartler sehen in der Nähe des Jugendtreffs kein großes Problem.

Renate und Gerhard Tauber, Haid

Gelebtes Brauchtum

Herr Bürgermeister Dobusch gab sich furchtbar empört, dass die Puchenauer den Maibaum vom Linzer Hauptplatz gestohlen haben. Und – da der Baum ja vom Bundesheer gespendet wurde – welch ein Sakrileg! Berichten war zu entnehmen, dass die Puchenauer bereits vor 30 Jahren den Maibaum gestohlen haben und die Stadt Linz sich entgegen den Gepflogenheiten zum Rückgabefest nicht einmal bereit erklärt hatte, wenigstens die Kosten für das erste Fass Bier zu übernehmen.

Ich kann den Stadtvätern von Linz nur raten: Wenn die Stadt Linz mit den ländlichen Bräuchen und deren ungeschriebenen Gesetzen nicht umgehen kann, dann gibt es eine praktikable Lösung: Stellen Sie nächstes Jahr keinen Maibaum auf!

Maximilian Haider, St. Valentin

Kommentare anzeigen »
Artikel 25. Mai 2009 - 00:04 Uhr
Mehr Leserbriefe

Geschürte Verzweiflung

Die Verunsicherung der Menschen an den solidarisch finanzierten Vorsorgeeinrichtungen wird bewusst geschürt.

Helfende Hände

Jahrhundertwinter, Schneemassen, Lawinenabgänge, Straßensperren...

Kirche neu: „Es geht um Menschenfreundlichkeit“

Das Problem der Kirche sind nicht organisatorische, strukturelle und formal-bürokratische Fragen, ...

Verrückter Mauerbau

Seit 14 Jahren soll zwischen Arizona (USA) und Mexiko eine Mauer zur Verhinderung der Einreise gebaut werden.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS