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Gegen Abschiebung

Weil in Linz in einem Stadtteil-Postamt die Schließung droht, gehen der ansässige Pfarrer, die SP-Chefin und die betroffene Bevölkerung auf die Barrikaden. Sie alle wollen die Schließung verhindern. Wegen der Abschiebung der Familie Zogaj protestiert hingegen nur ein kleiner Personenkreis.

Durch den Abschiebebescheid des Verfassungsgerichthofes ist ja alles rechtens und die Frau Innenminister Maria Fekter hat jetzt auch noch gute Ratschläge für eine spätere Wiedereinreise parat. Der Bürgermeister von Frankenburg ist mit der Entscheidung auch zufrieden, damit in seiner Gemeinde wieder Ruhe einkehrt. Die rechtliche Komponente im Fall der Familie Zogaj ist klar und eindeutig. Auf Grund der aktuellen Gesetzeslage musste wahrscheinlich so entschieden werden.

Was die Familie Zogaj im Kosovo erwartet, ob sie überhaupt eine Möglichkeit hat eine Existenz aufzubauen, wird, so scheint es, gezielt nicht kommuniziert. Würde man sich mit diesem Thema realitätsnah auseinandersetzen, könnte man ja zu dem Ergebnis kommen, für die Familie Zogaj humanitäres Bleiberecht zu fordern. Menschen, die sich zu diesem Fall besonders kritisch und abweisend geäußert haben, waren wahrscheinlich noch nie im Kosovo, haben sich keine Vorstellungen gemacht, was die Familie Zogaj dort erwartet.

Sie scheinen es auch vergessen zu haben, dass vor über 60 Jahren vielen Österreichern durch Hilfe aus dem Ausland geholfen wurde, eine neue Existenz aufzubauen. Jetzt und heute wäre es an der Zeit, Menschen wie der Familie Zogaj auf humanitäre Art und Weise zu helfen und seine Stimme gegen die Abschiebung zu erheben.

Willi Wurm,

Schörfling a. A.

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Artikel 02. Juli 2010 - 00:04 Uhr
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