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Die Ostumfahrung und die Transitlawine

Die Ostumfahrung wurde in erster Linie für Pendler geplant.

Der Transitverkehr spielte nie eine Rolle, und jeglicher Einwand bei den Regionskonferenzen wurde von den Planern immer sofort abgetan. Die Annahmen der Verkehrsentwicklung am Grenzübergang zu Tschechien gehen von einer Zunahme des Grenzverkehrs (Transitverkehrs) von aktuell rund 1200 KfZ/24 h auf das Fünffache aus, also 6000 KfZ. Das ist in Wahrheit nichts, dafür würde eine mittlere Landesstraße genügen. Steht so in allen Unterlagen zur Regionskonferenz und auf Seite 95 des Verkehrsberichts.

Jetzt aber wird die Notwendigkeit Ostumfahrung plötzlich mit der Gefahr einer Transitlawine auf der neu entstehenden Route argumentiert. Natürlich, das stimmt auch. Wir haben seit Jahren in den Regionskonferenzen darauf hingewiesen, wurden aber in diesen sogenannten „Bürgerbeteiligungsveranstaltungen“ immer zurückgewiesen. Jedes Kind sieht sofort, dass die Verbindung vom Hamburger Hafen bis nach Koper und in die Türkei eine erstklassige Transitroute wird. Das Problem ist nur: Dieser gewählte Ostumfahrungs-Korridor wurde nicht als Transitkorridor ausgelegt, sondern als zusätzliche Pendlerverbindung in die Stadt Linz. Jetzt Zigtausende Transit-Lkw durch die Stadt zu schleusen, ist verkehrsplanerischer Irrsinn.

Früher wurde immer der Korridor Unterweitersdorf – Mauthausen – St.Valentin für die Ostumfahrung präferiert. Genau dieser Korridor wurde aber bereits zu Beginn der Planungsarbeiten mit dem Argument ausgeschieden, dass auf der neuen Ostumfahrung kein Transitverkehr zu erwarten sei. Jetzt plötzlich wird (zu Recht) das Gegenteil behauptet. Dann muss man aber so konsequent sein, die Planungen hierfür wieder aufzuschnüren. Besser ein halbes Jahr Zeitverlust bei den Planungsarbeiten (vor 2024 wird eh nicht gebaut), als nachher der nächste Verkehrsinfarkt von Linz.

Michael Radhuber, Steyregg

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Artikel 08. Juni 2018 - 19:01 Uhr
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