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Benachteiligte Eltern

Ausländeranteile rund um 30 Prozent in Wels, Traun und Mattighofen sind einigen Mitgliedern unserer Bundesregierung noch nicht genug. Man stellt sich dort vor, dass es bis zum Jahr 2030 an die 100.000 Zuwanderer in Österreich geben könnte, um das Sozialsystem aufrechtzuerhalten.

Dies ist das Eingeständnis, dass die bisherige Bevölkerungspolitik versagt hat. Bevor nämlich über Zuwanderung nachzudenken ist, müssen die Ursachen dafür aufgezeigt werden, warum uns pro Jahr 30.000 Geburten in Österreich fehlen. Es ist nämlich eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, wie Eltern derzeit benachteiligt werden, dass sich der gegenwärtige Geburtenstreik als logische Reaktion erklärt. Laut dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung betragen die Kinderkosten 600 Euro pro Kind und Monat. 250 Euro werden hievon momentan ersetzt. Bei vier Kindern, wie in meinem Fall, ergibt sich ein Defizit von 1400 Euro pro Monat. Dazu kommt der Verdienstentgang für die Mutter von durchschnittlich 800 Euro pro Monat.

Wenn die Wirtschaft mehr Arbeitskräfte und auch mehr Konsumenten braucht, dann sollte sie bereit sein, die für eigene Kinder nun einmal gegebenen Kosten aufzubringen. Gleichzeitig sollte durch eine entsprechende Gestaltung des Pensionssystems klargestellt werden, dass es nicht einerlei ist, ob man Kinder, die später die Pensionen für die Elterngeneration insgesamt finanzieren, bejaht und großzieht oder keine Kinder hat.

Im letzteren Fall bedeutet dies im Umlageverfahren, dass bei Erreichen des Pensionsalters niemand für die Finanzierung des eigenen Pensionsanspruches vorhanden ist.

Dr. Heinrich Birnleitner, Aistersheim

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Artikel 29. Juli 2010 - 00:04 Uhr
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