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Anschobers Trickkiste

In seiner jüngsten Presseaussendung bezeichnet Landesrat Anschober die „Energiewende“ als sein „politisches Kernprojekt“.

Die Sinnhaftigkeit dieses Vorhabens untermauert er jedoch nicht mit einem Faktencheck oder einer Bilanz des Erreichten – was nach all den Erfahrungen aus Deutschland und hierzulande höchst aufschlussreich, aber anscheinend nicht wünschenswert ist.
Da macht sich die Umfrage zur Akzeptanz der Bevölkerung schon viel besser. Nur besagt die fast nichts über den Erfolg der Energiewende, sondern viel mehr über die PR-Arbeit ihrer Lobbyisten.
Natürlich lässt sich im undifferenzierten Begriff „Energiewende“ alles schön durchmischen, die guten Umfragedaten für die Wasserkraft decken auch den unverantwortlichen Einsatz der Windenergie in unserem Bundesland ab. Dabei wäre es interessant gewesen, wie viele Befragte es für sinnvoll erachten, dass unsere Energieunternehmen an mehreren Tagen des vergangenen Jahres für die Erzeugung von sauberem, billigem Wasserstrom Strafe zahlen mussten, damit die Renditen der Windkraftbetreiber gesichert bleiben.
Würden sie wirklich tiefer in die Tasche greifen wollen, wenn man ihnen vor Augen führt, dass die Fortführung der bisherigen EU-Klimapolitik „für unsere Kinder“ 15 Billionen Euro kosten würde, und zwar für eine Absenkung des Temperaturanstiegs um 0,05 Grad bis zum Jahr 2100 (OÖN vom 19. Juli 2014). Anschober hätte nur bei einer Reihe seriöser Medien nachschlagen müssen. Die haben auf den Titelseiten das „Ende der Energiewende“ proklamiert (Die Presse, 23. 1. 2014) bzw. sie gar als „Lug und Trug“ hingestellt (Neue Zürcher Zeitung, 2. 12. 2014). So aber wird er sich wieder auf seine Umfragedaten berufen, wenn demnächst das nächste Megawindprojekt in Angriff genommen wird: Zwischen Attersee, Mondsee und Irrsee sollen zwölf monströse 200-m-Windräder in den Himmel ragen – in einem Bundesland, in dem E-control-Geschäftsführer Walter Boltz, oberster Vernunftadvokat der Stromkunden, „kein einziges Windrad aufstellen würde“.
Mag. Johann Aschenberger, Ried/

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Artikel 26. Februar 2015 - 20:19 Uhr
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