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Die Ebner-Ebenauers – Veltlinervielfalt & mehr

Dass sich Gegensätze anziehen, ist an sich nichts Neues. Das Poysdorfer Winzerpaar Marion und Manfred Ebner-Ebenauer unterstreichen diese Theorie auch in der Praxis.

Marion und Manfred Ebner-Ebenauer Bild: Christoph Wagner

Manfred, der Ur-Poysdorfer als ruhiger „Feinabstimmer“, ist einerseits bei seinen Trauben im Weingarten zu Hause und hat die natürliche Pflege derselben stets im Blickwinkel. Später im Keller, der scheinbar eine Art Wohnzimmerersatz zu sein scheint, ist er mit seinen Sinnen und Gedanken beim Endprodukt und tüftelt daran, genau das mitzugeben, was als individueller und vielseitiger Wein auf den Markt kommt. 

Marion, die Weltbürgerin als Powerfrau, ist immer voller Freude und Elan bei der Sache, ständig Ausschau haltend nach Neuem, um sich auch den Herausforderungen der Zeit und deren Umständen zu stellen.

 

15 Hektar Rebfläche sind es, die sich relativ gleichmäßig in kleinen Einheiten rund um die „Hauptstadt des Weinviertel DAC“ verteilen. Somit vorteilhaft für das Weingut, da man über viele unterschiedliche Bodenstrukturen verfügt, die folglich für individuelle Geschmacksvarianten zuständig sind. Dieser Bodenmix aus Löss-, Kalk-, Schotter- und schweren Lehmböden ist die Ursache dafür, dass aus dem vielfach prämierten Haus sieben verschiedene Grüne Veltliner stammen, jeder für sich eine spezielle geschmackliche Variante.

Die Ebner-Ebenauers gehören neben wenigen anderen Poysdorfer Spitzenwinzern noch zu jenen, die ihre Trauben ausschließlich per Handlese einbringen. Dieses reife und gesunde Traubenmaterial wird im 400 Jahre alten Weinkeller auf schonende Art und Weise verarbeitet und umsichtig ausgebaut. In seinem (Keller-) Reich spürt Winzer Manfred seinen Weinen förmlich nach, greift nur dort sensibel ein, wo es unbedingt notwendig ist. Konsequenterweise kommen somit elegante Langstreckenläufer auf den Markt, die erst nach ein paar Jahren ihre wahre Größe zeigen.

Besonders gefällt der DAC „Alte Reben“: intensiver Duft nach reifem Kernobst, ein Anklang von exotischen Zitrusfrüchten und der typischen Veltlinerwürze. Extraktschmelz, mit frischer, angenehmer Säure begleiten den bestens strukturierten Klassiker beim Abgang. Trinkanimierend und ein eleganter Speisenbegleiter ist auf jeden Fall der Veltliner von der Riede Bürsting. Ein eleganter Reservewein mit einem abwechslungsreichen Duftspiel, kräftig, saftig am Gaumen mit einer genialen Balance von Körper, Säure und Alkohol. Ein besonderer Wurf ist dem motivierten Winzerpaar mit dem Flaggschiffsekt Blanc de Blanc gelungen: ein feinperliger Schaumwein, sortenrein aus Chardonnay zubereitet, wird dieser sprudelnde Hochgenuss sieben Jahre im Keller inhaftiert, bevor selbiger degorgiert und ohne jede Dosage verkorkt wird. Damit befindet man sich in einer Liga mit den großen Champagnerhäusern Frankreichs.

Und um es auf den Punkt zu bringen: Poysdorfer Savoir vivre auf höchstem Niveau!

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Artikel Hans Stoll 11. Februar 2019 - 06:18 Uhr
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