Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 25. September 2018, 03:01 Uhr

Linz: 9°C Ort wählen »
 
Dienstag, 25. September 2018, 03:01 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Meinung  > Blogs  > Wein-Blog

Mal eine andere Ansichtssache

Der Kremstaler Winzer Franz Türk aus Stratzing geht bei der Etikettierung neue Wege.

Franz Türk in der seit 1214 bestehenden Top Lage Kremser Sandgrube Bild: Weingut Türk, Stratzing

Man steht vor seinem Weinschrank und ist auf der Suche nach einem passenden Wein, die Flaschen sind, wie es sich gehört (naja, beim Schraubverschluss könnte man darüber diskutieren) liegend gelagert. Selbige müssen in der Folge herausgezogen werden, um in die Auswahl des Genusses zu kommen. Meistens ist dieser Vorgang sehr mühsam und zudem auch noch ziemlich unpraktisch.

Der innovative Kremstaler Top Winzer Franz Türk aus Stratzing betreibt das traditionelle Familienweingut, welches auf eine 300-jährige Geschichte zurückblickt. Zur dargestellten Problematik hat er sich eine praktikable Lösung und darüber hinaus eine Weltneuheit einfallen lassen. Seit diesem Jahr etikettiert er seine Weinflaschen auch am Boden. Und das Ganze in sehr raffinierter Form: verschiedene Farben für unterschiedliche Rebsorten, Veltliner als Beispiel in Steingrau, Riesling in Marillen-Gelb und so weiter. 

Die innovative Neuigkeit aus dem Hause Türk: Etikettierung am Flaschenboden

Für Weine aus den Ersten Lagen gibt es diese Bodenetiketten in Gold, Silber oder Bronze. Und obendrauf zeigen die verschiedenen Farbtöne die vorhandene Struktur der Weine an: je heller der Farbton, desto leichter der Wein. Als besondere Produkte aus dem 17 Hektar großen Familienbetrieb dürfen die Grünen Veltliner der Riede Kremser Sandgrube (als Erste Lage bei den Österreichischen Traditionsweingüter eingestuft) bezeichnet werden. Diese bereits im Jahr 1214 erstmals urkundlich erwähnte Riede sollte allerdings niemals mit der in den 1950er Jahren entstandenen Großlage Kremser Sandgrube verwechselt werden.

Dass die Weine aus dem Hause Türk neben dem sehr hohen Qualitätsniveau, nunmehr etwas Unverwechselbares haben, dafür sorgt die beschriebene Bodenetikettierung. Beide Daumen nach oben für diese innovative Idee und der Art und Weise diese umzusetzen!

Kommentare anzeigen »
Artikel Hans Stoll 14. August 2017 - 06:24 Uhr
Mehr Wein-Blog

Gerhard & Brigitte Pittnauer – Reinbeißen, aussaugen, kosten und los geht’s!

Qualität, Typizität und Stilistik! Das sind jene drei Stichwörter, nach denen Gerhard „Pitti“ Pittnauer ...

Wachau DAC – (m)eine Meinung

Überraschend war es schon, als in der vergangenen Woche das Thema Wachau DAC medial hochgekocht wurde und ...

Thomas „Seli“ Selinger – Vom Wein zur Kunst und retour

Er ist ausgebildeter Diplom-Sommelier, war jahrelang in der gehobenen Gastronomie unterwegs und der ...

Stefan Potzinger: 100% Steirisch – 100% Handgemacht!

Gabersdorf, unweit von Leibnitz gelegen, ist die Heimat der Potzingers. Seit dem 16.

Markus Altenburger: Lieber salzig und würzig als fruchtig und kitschig

Da wäre wohl sehr viel für den heimischen Wein verloren gegangen, wenn der in Jois verwurzelte Markus ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS