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„Stadtliebe“ mustert Bio-Hähne aus

Die Geschichte ist schön und war auch eine Zeitlang wahr. Das im August eröffnete Linzer Lokal Stadtliebe hat(te) nicht nur ein Herz für Hühner, sondern auch für Bio-Hähne.

Bild: VOLKER WEIHBOLD

Als „signature dish“ (Neudeutsch für ein Gericht, das typisch für ein Lokal ist) hat sich der frühere U-Hof der Rettung jener Hähne verschrieben, die als männliche Exemplare einer Eierlege-Rasse eigentlich gar nicht leben dürften. Allein, dem  Bio-Brat-Hahn mit Rosmarinerdäpfeln (11,90 Euro) war auf der Speisekarte kein langes Leben beschieden. „Herr und Frau Österreicher stellen sich unter einem Grillhendl etwas anderes vor. Wir nehmen schweren Herzens  wieder Hühner“, sagt Kevin Gross, der Geschäftsführer der „Stadtliebe“. Zuvor war noch versucht worden, mit einem ganzen Hahn statt ursprünglich einem halben Hahn die Sache zu retten.

Allein, die drahtigen, kleinen Bio-Hähne wurden von den Gästen auch mit größeren Portionen nicht goutiert. Zu klein, zu wenig saftig, einfach anders, hieß es.  Doch die Stadtliebe gibt nicht auf. „Wir werden die Bio-Hähne gegart in Most in zwei, drei Wochen wieder auf die Karte setzen“, verspricht Gross. Da wird sich Fredl Pointner, der frühere Küchenchef des Gelben Krokodil freuen, dass seine Hähne-Rettungsaktion als Berater der „Stadtliebe“, wenn schon nicht umsonst, so doch nicht vergebens war…

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Artikel Karin Haas 20. September 2016 - 06:30 Uhr
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