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Projekt, Bewegung, Partei - oder doch nur Mist

Öffentlichkeitswirksam hat Roland Düringer vor dem Parlament Mist entladen. Und damit dem Wahlkampf seiner Partei endgültig das Prädikat "Kasplertheater" verliehen.

Jetzt wird's schmutzig

Roland Düringer  Bild: (APA)

"Wenn schon Schmutzkübel, dann richtig", so der Kabarettist und Parteigründer, umringt von Journalisten und Kameras. Eh. So lustig. 

Gleichzeitig beschwerte sich Düringer in seinem täglichen Facebook-Video - mit der Handykamera gefilmt, dabei einen Kaffee schlürfend - über die fehlende mediale Aufmerksamkeit. Eh. So arm.

Dass dieses fehlende Aufmerksamkeit - abseits von dieser "Mist-Aktion" - vielleicht auch ein bisschen selbstverschuldet sein könnte, darauf kommt der Gilt-Gründer nicht. Vielleicht hat es etwas mit dem fehlenden Programm zu tun? Vielleicht mit dem höchst unlogischen Konzept hinter der "Bewegung"? Vielleicht mit dem offensichtlichen Nicht-Verstehen unseres demokratischen Systems? Mehr dazu an dieser Stelle: Von Elefanten und Ameisen

Interessanterweise möchte man nichts mit dem System zu tun haben. Aber beschwert sich dann, wenn man medial nicht vorkommt. Man dient sich als Interviewpartner an und fordert die "Kleinparteien nicht tot zu schweigen". Wie jetzt? Also ist Gilt doch eine Partei? War es nicht eben noch ein Kunstprojekt, dann ein Demokratieprojekt und immer auch ganz viel Selbstvermarktung von Roland Düringer, der ja auch immer noch als Kabarettist tätig ist?

Gilt möchte anders sein als die anderen Parteien, aber dann doch gleich behandelt und ernst genommen werden. Eh. So logisch. 

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Artikel Barbara Eidenberger 04. Oktober 2017 - 16:56 Uhr
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