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Herr Döllerer lässt die Alpen glühen

Die "Cuisine Alpine" steht im Rampenlicht.

Andreas Döllerer  Bild: (APA)

Ein bisschen rot werden dürfen sie schon. Die Alpen. Andreas Döllerer aus Golling hat sie kurzerhand zusammengefaltet und in Buchform verpackt. Dass daraus nicht irgendein Kochbücherl werden kann, liegt auf der Hand. Denn die Alpen sind nun einmal monumental und keine kleinen Hügerln. Nur ein paar wenige Seiten darüber zu schreiben? Das tut es nicht und hat auch der mehrfach ausgezeichnete Koch nie vorgehabt. Das Kochbuch der alpinen Küche ist aber auch kein klassisches Sammelwerk von Rezepten. Es ist viel mehr. Es birgt, wie die Alpen selbst, einen derartig einzigartigen Schatz an frischen und klaren Flüssen, saftigen Almwiesen wie leidenschaftlichen Handwerkern, die im Nachschlagewerk prominent Platz finden und dort zur Entfaltung kommen.

Freilich gibt es auch Rezepte. Und das nicht zu wenig. Noch dazu, wenn diese zum Nachkochen einladen und hinreißend schön vom Fotografen Jörg Lehmann ins Licht gerückt werden. Mit jedem Gericht wird zudem klar, dass die alpine Küche zum internationalen Gipfelsturm bläst und sich bald in den Lobeshymnen renommierter Kritiker wiederfinden wird.

Bluntautal

Wer benötigt für österreichische Küche schon Meeresfisch? Eben. Niemand und Andreas Döllerer auch nicht. Bereits seit 2008 verzichtet er darauf. Stattdessen wurde der „Kontakt zu den lokalen Produzenten immer intensiver und kleine, bislang unbekannte Produzenten und Bauern fragten, ob sie etwas anbieten könnten. Es war der Beginn einiger wichtiger Partnerschaften“, schreibt Döllerer in der Einleitung des Buches. Vielen von ihnen wird ihm Buch Dank ausgesprochen. Vom Fischer Sigi aus dem  Bluntautal angefangen bis hin zum Bäcker Gschwandtner aus Abtenau wie einigen herausragenden Produzenten von Wein. Erfrischend sind dabei die Texte vom Alexander Rabl, der dem Kochbuch quasi den letzten Schliff mitgibt und aus dem Kochbuch ein Lesebuch gestaltet hat.

Ob Lesen, Nachkochen oder einfach nur die Bilder auf sich wirken lassen ist jedem kulinarischen Wanderer selbst überlassen. Im Rucksack darf die „Cuisine Alpine“ aber nicht fehlen.

 

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Artikel Philipp Braun 17. Januar 2016 - 08:39 Uhr
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