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Das Marillen-Komplott

Dieses Jahr haben sich die Wettermächte gegen das Steinobst verschworen.

Leider ist es auf den Märkten nicht zu übersehen. Die Marillenernte aus Österreich fällt sehr dürftig aus. Nichts wird es mit dem herrlich, saftigem Obst, welches sich wunderbar roh verspeisen, als auch zu delikaten Marmeladen, luftigen Knödel oder flaumigen Aufläufen verarbeiten lässt.

Väterchen Frost hat dem Genuss eins ausgewischt.

Noch im Frühling offenbarten die Bäume ihre volle Blütenpracht, ehe es danach eindeutig zu kalt wurde. Eine kurze Frostperiode mit gravierenden Auswirkungen, wie die auf Marillen spezialisierte Familie Gruber aus Niederneukirchen schreibt: „Es ist sehr schön, dass unsere Arbeit aber vor allem unsere Liebe zur Marille so von Ihnen geschätzt wird. Leider müssen wir Ihnen aber mitteilen, dass der Frost die gesamte Marillenernte 2016 vernichtet hat.“  

Nicht viel besser schaut es in Niederösterreich aus, wo der Winzer Bernhard Ott schon seit Jahren keine vernünftige Marillenernte mehr eingefahren hat. Ein Desaster für Feinspitze, aber vor allem für die Bauern, die den Wetterkapriolen ausgesetzt sind. Ähnliche Ernteausfälle gibt es übrigens bei Kernobst, wie Edelbrenner Hans Reisetbauer oder Bio-Apfelveredler Stephan Peterseil zerknirscht zugeben müssen.

 

Falls sie doch ein paar Marillen ergattern und diese zu einem flaumigen Kuchen verfeinern wollen, hat Lisl Wagner-Bacher, die Grande Dame der österreichischen Küche, in dem handlichen Buch „meine besten Marillen-Rezepte“ ein paar Tipps parat.

 

Zutaten für 6-8 Stück

  • 240g Butter
  • 200g Zucker
  • Mark von einer Vanilleschote
  • Prise Salz
  • 4 Eier
  • 1,5kg Marillen
  • 200g Mehl
  • 60g geschälte Mandeln, geröstet und gerieben
  • 1TL Backpulver

 

Streusel:

  • 100g Mehl
  • 100g Mandelmehl weiß
  • 140g Butter
  • 70g Zucker

 

Zubereitung:

Butter mit Zucker, Vanillemark und einer Prise Salz sehr schaumig schlagen, Eier dazugeben und weiterschlagen, Mehl Mandeln und Backpulver unterheben und ca. 3 bis 4 cm mit halbierten Marillen (Schnittfläche nach oben) belegen und mit Streusel bestreuen. Bei 170 Grad ca. 35 Minuten backen.

 

Zubereitung Streusel:

Zutaten verkneten und ca. 1 Stunde kühl stellen, mit einem groben Reibeisen über den Marillenkuchen reiben

 

Aus: Meine besten Marillen-Rezepte:

Erschienen im Servus-Verlag, ISBN: 978-3-7104-0087-2, Preis: 4,99 Euro

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Artikel Philipp Braun 30. Juni 2016 - 13:54 Uhr
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