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Der Wohnungsgarten für Faule

Frisch geerntet schmeckt es am besten. Pur oder elegant aufs Butterbrot gestreut.

Einen Saustall hat man schnell in den eigenen vier Wänden, einen Gemüsegarten in der eigenen Wohnung hingegen – den können nur die wenigsten ihr Eigen nennen.

Wer Lust auf frische Kresse, Rucola oder Senf hat, kann seine gärtnerischen Qualitäten zur Geltung kommen lassen und benötigt nicht einmal Erde dafür. Selbst für blutjunge Gärtner, deren Daumen sich nie grün verfärben werden, ist ein Erfolgserlebnis garantiert: Ein Behälter, etwas Wasser, Temperaturen um die 20 Grad, Saatgut und ein wenig Geduld reichen bereits für ein wenig Stolz und die eigene "Pflanzenzucht" sprießt – so wie damals im Biologieunterricht.

Zu dunkel sollte es natürlich nicht sein; direkte Sonneneinstrahlung ist ebenso zu vermeiden. Gießen entfällt, sofern das Saatgut zu Beginn ordentlich bewässert wurde und gleichbleibend feucht ist, damit Kresse und Co nicht austrocknen.

Weiße Flaumphobiker können sorgenfrei die Wurzelhaare betrachten. Diese sind nicht giftig, sondern deuten den Keimprozess an. Bereits nach wenigen Tagen ist Erntezeit und die jungen Keimpflanzen von Brokkoli, Radieschen oder Rotkohl beliefern den Wohnungsgärtner mit Geschmack und einer starken Konzentration an Vitalstoffen.

Frisch geerntet schmecken sie am besten: Pur oder elegant aufs Butterbrot gestreut.

Optische Genießer hingegen lassen die Pflanzen in schönen Tassen stehen und erfreuen sich an der farblichen Pracht von roten Stengeln mit zartgrünen Blättern. Besonders gut gefallen mir die Idee und die Keramiktassen der deutschen Firma Heimgart. Die Porzellanschale wird in der Manufaktur Seltmann Weiden produziert. Die Schale und der Edelstahleinsatz sind für Geschirrspüler geeignet und immer wieder verwendbar. Die Saatpads sind biozertifiziert, frei von Konservierungsmitteln, kompostierbar und werden in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Werkstätten hergestellt.

Die Kolumne schreiben abwechselnd Karin Haas und Philipp Braun, das Genussteam der OÖNachrichten.

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Artikel Philipp Braun 14. März 2019 - 00:04 Uhr
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