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Indianerkrapferl als Vorboten der verführerischen Kekserlzeit

Wenn die Küche in eine aromatische Wolke aus Vanille, Zimt und frisch gemahlenen Nüssen gehüllt wird, kündigen mir meine Nasenflügel betörende Wochen an und lassen mich in Kindheitserinnerungen schwelgen.

Mit Kekserln begeistert man auch heute noch Kinder für das Handwerk und belohnt sich selbst mit süßen Seelenschmeichlern in der nebeligen Zeit. Was zudem für die Weihnachtsbäckerei spricht: Es ist ein zeitlich begrenztes Gut, was die Vorfreude steigen und den Genießer den Moment auskosten lässt. Vanillekipferl würden im Frühling einen Härtetod sterben.

Was die Kekserl für die Adventzeit sind, sind die "Indianerkrapferl" für meinen Geburtstag im November. Die Mehlspeise gibt es nämlich nur einmal im Jahr. Und noch heute überrascht mich meine Mutter damit.

Weil Weihnachten naht, möchte ich der backenden Leserschaft gerne das Rezept verraten, das von den mit Schlagobers gefüllten Biskuit-Halbkugeln abweicht: Die Grundmasse ist ebenso Biskuit und besteht aus 6 Eiern, 12 dag griffigem Mehl, 10 dag Zucker, wenig Backpulver und einem walnussgroßen Butterstück, das geschmolzen wird. Zuerst Dotter mit Zucker schaumig rühren, Mehl zum Abtrieb geben, dann Butter und danach geschlagenen Eischnee unterheben. Jetzt die Masse in kleine Papiermanschetten (doppelt nehmen) füllen und bei zirka 170 Grad maximal 10 Minuten backen.

Auskühlen lassen. Die Oberfläche mit passierter Marillenmarmelade bestreichen, anziehen lassen und kopfüber in ein Bad aus geschmolzener Schokolade und Butter tauchen. Auf ein Backblech stellen. Auskühlen lassen, in frische Förmchen stellen und mit ein paar Tupfern Schlagobers und gesüßten Ananas dekorieren.

Auch wenn viele Handgriffe zu erledigen sind: Das Ergebnis spricht für sich. Die Krapferl schauen schön aus, schmecken verführerisch und bereiten Vorfreude auf die Kekserlzeit.

Die Kolumne schreiben abwechselnd Karin Haas und Philipp Braun, das Genussteam der OÖNachrichten.

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Artikel Philipp Braun 22. November 2018 - 00:04 Uhr
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