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Reine Typfrage

Die Frisur, nun gut, ist wohl eine reine Geschmackssache: Die Endivie namens Escariol trägt glatten Kopfputz und feste Blätter mit dicken Rippen um ihr glattes gelbes Herz.

Dass ich ein Salattiger bin ist wohl nichts Neues mehr. Zu meinen absoluten Lieblingen zählt zu dieser Jahreszeit natürlich der Endiviensalat. Würzig-herzhaft mit leicht bitteren Anklängen schmeckt er, das liegt am Inulin, dem eine harntreibende und appetitanregende Wirkung nachgesagt wird. Außer Eiweiß und Kohlenhydraten enthält er ordentlich Kalium, Phosphor, Kalzium und Eisen. Nebenbei ist er reichlich an Vitamin C, das uns gesund durch den Winter bringt. Feucht umwickelt hält er sich locker 3-4 Tage im Kühlfach. Danach wirft nicht nur die Frisur Fragen auf.

Vor dem Zubereiten werden die Blätter gründlich gewaschen, erst dann werden sie in feine Streifen geschnitten. Sollte der Salat bitter schmecken: wässern oder Zucker beigeben. Dann die Zubereitung: ob pikant oder kräftig, elegant mit Schalotten-Senf-Vinaigrette oder süß mit Joghurtsauce begleitet von Ananas und Birne - das ist reine Typfrage. Ich liebe ihn kombiniert mit lauwarmen Kipfler-Kartoffeln in einer Apfelessigmarinade und roten Zwiebeln. Starke Partner sind auch geröstete Weißbrotwürfel sowie Speckkrusteln.

Und auch gegart in Suppen, als Gemüse oder geschmort: Nehmen sie ein Dutzend geputzte Strünke, kurz in Salzwasser kochen und abschrecken. Dann in Butter sautieren, mit Rindsuppe aufgießen und bissfest garen. Würzen mit Knoblauch, Salz, Pfeffer und einer Prise Kreuzkümmel. Zum Schluss ein Schuss Obers und Petersilie darübergeben. Das sitzt. Passt hervorragend zu geschmorten Kalbsschulterscherzerl.

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Artikel Erich Lukas 26. September 2016 - 17:58 Uhr
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