Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 21. Juli 2018, 21:44 Uhr

Linz: 21°C Ort wählen »
 
Samstag, 21. Juli 2018, 21:44 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Meinung  > Blogs  > Kulinar(r)isch

Meine Lieblings-Wurzel

Die Pastinake ist ein wertvolles Wintergemüse und sollte jetzt gesät werden!

Symbolbild

Pastinake   Bild: (colourbox.de)

Sie riecht würzig, schmeckt leicht süßlich und ist in der Küche unglaublich vielseitig einsetzbar. Sie wurde von Karotten und Kartoffeln verdrängt und galt früher als Arme-Leute-Essen. So ist Sie bei uns in Vergessenheit geraten, während sie in Frankreich schon immer als Delikatesse gehandelt wurde. Wiederentdeckt wurde die Pastinake bei uns erst in den vergangenen Jahren von engagierten Bauern und Köchen, die sich um die regionale Küche mit heimischen Produkten bemühen.

Optisch gleicht die Pastinake der Petersilienwurzel-mit kleinen Unterschieden: Die Pastinake hat am Blätteransatz eine kleine ringförmige Vertiefung, sie ist etwas heller und glatter und wächst fast immer kerzengerade. Beim Einkauf sollte man eher zu den zarten, kleinen Exemplaren greifen, denn die großen können holzig sein. Beachten Sie, dass sich die Wurzel schön straff anfühlt, das ist der Beweis, dass sie frisch ist!

Das fein würzige Aroma der Wurzel, das ein wenig an den Geschmack von Kokos erinnert, ist auf ein starkes ätherisches Öl zurückzuführen, das die Inhaltsstoffe stabil hält. Daher kann die Pastinake ohne Verlust von Vitalstoffen mehrere Tage im Kühlschrank lagern. Und da die Pastinake viele Ballaststoffe liefert, bringt sie die Verdauung auch noch so richtig in Schwung. Pastinaken eigen sich hervorragend für Eintöpfe, Suppen oder als Rohkost. Sie schmecken frittiert, gerieben kann man sie sogar zu einem saftigen Kuchen verwenden.

Als Püree hat sie bei uns einen Fixplatz auf der Karte: 300g Pastinaken waschen-schälen und klein schneiden. In einer Pfanne mit etwas Zwiebel anschwitzen, mit 1/2lt Gemüsefond, 1/4lt trockenen Weiwein aufgießen und weich schmoren. Mit Obers cremig pürieren, passieren und mit Salz, Pfeffer,brauner Butter, Weißem Portwein sowie frittierter Petersilie verfeinern.

Übrigens: Die Blätter und Samen eignen sich auch hervorragend als Würzmittel für kreative Köpfe!

Kommentare anzeigen »
Artikel Erich Lukas 07. März 2015 - 12:37 Uhr
Mehr Kulinar(r)isch

Der zahme Löwe!

Vom herben Löwenzahn ist immer genug da. Gut so, schließlich ist sein bitteres Aroma delikat und obendrein ...

Es klappt auch ohne Prozente!

In das Thema Getränkebegleitung ohne Promille ist Bewegung gekommen.

Ist gutes Essen wirklich so langweilig?

Eigentlich bin ich der Letzte, der sich über fehlende Tischmanieren aufregt!

Warum man den Kren auch Bauernsenf nennt

Was macht ein gekochtes Schulterscherzerl, geräucherte Saiblingsfilets oder ein kaltes Ofenbrat'l so ...

Immer willkommen!

Nach dem vielen Feiern der letzten Tage kommt bei mir ein Gericht aus der guten alten K.u.K.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS