Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Montag, 23. Juli 2018, 19:36 Uhr

Linz: 22°C Ort wählen »
 
Montag, 23. Juli 2018, 19:36 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Meinung  > Blogs  > Kulinar(r)isch

Frisch vom Markt

Jetzt wo die Wildsaison langsam in Schwung kommt, dürfen wir einen wichtigen Begleiter nicht vergessen. Preiselbeeren zum Wild sind fast so selbstverständlich wie das Kraut zum Schweinebraten.

Eines ist auf jeden Fall klar: Preiselbeeren sind keine Cranberrys! Zwar besteht ein gewisses Verwandtschaftsverhältnis, das sich in aromatischer Ähnlichkeit niederschlägt, aber man weiß ja, wie es in Familien zugeht: Geschwisterneid. Jeder sichert sich seine Pfründe. Ich bevorzuge die Preiselbeere, das (vermutlich) schwächere Gewächs: Sie ist kein IT-Girl und wohnt noch in Europa.

Beim Kauf gelten allgemeine Beerenregeln: feste, glatte Früchte wählen und mit dem Verarbeiten nicht zu lange warten. Sauer macht zwar lustig, aber roh machen Preiselbeeren wirklich keinen Spaß. Und ob sie "gelüstig machen", also den Appetit anregen, sei dahin gestellt. Eingekocht sind die Preiselbeeren jedenfalls entschieden am besten, in Marmelade oder Gelee zeigen die pektinreichen Wildfrüchte ihre ganze Stärke. Als fruchtiger Begleiter herzhafter Gerichte macht ihnen kein Mode-Obst so schnell etwas vor. Wie jeder weiß, der sie schon einmal würzig als Beilage zu Wild probierte oder auch zu einem Camembert.

Probieren sie mein einfaches Rezept  von kalt gerührten Preiselbeeren:

1 kg Preiselbeeren

600g Kristallzucker

4 cl Limettensaft

Alle Zutaten in der Küchenmaschine ca. 60 Minuten mit dem Knethaken durchrühren .Zwischen durch die Maschinen immer wieder ausschalten. Der Zucker muss sich völlig auflösen! Marmeladegläser heiß ausspülen und kühl  lagern!

Viel Spaß beim Nachkochen wünscht Ihnen der "alte"!?

Kommentare anzeigen »
Artikel Erich Lukas 09. Oktober 2014 - 13:57 Uhr
Mehr Kulinar(r)isch

Der zahme Löwe!

Vom herben Löwenzahn ist immer genug da. Gut so, schließlich ist sein bitteres Aroma delikat und obendrein ...

Es klappt auch ohne Prozente!

In das Thema Getränkebegleitung ohne Promille ist Bewegung gekommen.

Ist gutes Essen wirklich so langweilig?

Eigentlich bin ich der Letzte, der sich über fehlende Tischmanieren aufregt!

Warum man den Kren auch Bauernsenf nennt

Was macht ein gekochtes Schulterscherzerl, geräucherte Saiblingsfilets oder ein kaltes Ofenbrat'l so ...

Immer willkommen!

Nach dem vielen Feiern der letzten Tage kommt bei mir ein Gericht aus der guten alten K.u.K.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS