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Die kulinarische Ikone des Waldviertels

Wenn es eine „typisch österreichische Zutat" der ansonsten ja eher in Böhmen beheimateten Wiener Mehlspeisenküche gibt, so führen die Spuren ins niederösterreichische Waldviertel, und zwar in die Heimat der Wachauer Marille.

Der Marillenbaum ist im Donauraum schon seit der Römerzeit verbreitet, und die saftige Steinfrucht - hier eine etwas kleiner Spielart der Aprikose mit pikanter Säure - steht auch im Mittelpunkt des berühmten Marillenkirtags in Spitz, der alljährlich am letzten Juliwochenende abgehalten wird.

Die heurige Marillenernte steht vor der Tür (Erntebeginn am 5. Juli) und Liebhaber dieses süßen Leckerbissens sollten schnell zugreifen. Nichtsdestotrotz sollte man beim Marilleneinkauf vorsichtig vorgehen. Die Wachauer Marille kennt man am Gütesiegel. Nur diese sind dann garantiert diese alten und hocharomatischen Marillensorten, die sich durch ihr einzigartiges Aroma und ihr saftiges Fruchtfleisch auszeichnen. Da die Schale der Wachauer Marille sehr druckempfindlich ist, empfiehlt es sich  diese spätestens am nächsten Tag zu verarbeiten. Aus diesen Gründen ist es nicht empfehlenswert, die Wachauer Marille mit Paketdienst oder mit Spedition zu bestellen.

Das Geheimnis einer guten Marmelade? Die besten Früchte nehmen, vollreif, auf keinen Fall mehlig, nicht gepflückt sondern aufgesammelt vom Boden. Zu meinen  Lieblingssorten zählen Kloster Neuburg und Ungarns Beste. Dazu ein bisschen Zitrone und vor allem: Zucker nehmen, keinen Gelierzucker. Und natürlich rühren, rühren und rühren bis zum richtigen Zeitpunkt, wenn die Marmelade einen Zustand erreicht hat der genau zwischen fest und flüssig liegt. Ein bisschen Erfahrung ist dabei natürlich von Vorteil.

Ein kleiner Ausflug in die Wachau ist daher vor programmiert und an lukullischen Angeboten fehlt es in diesen Regionen keinesfalls.

Ein kleiner Tipp:

Die beste Marillenmarmelade gibt es für mich bei Lisl Wagner-Bacher in Mautern. Man kann sie auch online bestellen.

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Artikel Erich Lukas 24. Juni 2015 - 08:01 Uhr
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