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Oberösterreich-Wörterbuch

Oberösterreich-Wörterbuch

Das Land formt die Sprache. Bild: Weihbold

Dem gelernten Germanisten und Historiker Wolfgang Stöckl, bis zu seiner Pensionierung Lehrer an der Handelsakademie Vöcklabruck, verdanken wir eine ganze Reihe von Büchern zur oberösterreichischen Mundart: „raudiges & staudiges“, „spott & hohn“, „himelhenn und wassergickerl“ u.a.m. Jetzt hat der unermüdliche Dialektforscher das umfangreichste Wörterbuch zum oberösterreichischen Dialekt herausgegeben, das beeindruckende Ergebnis 40-jähriger Feldforschung. „Die Mundart zwischen Hausruck und Mondsee“ beinhaltet 31.000 Stichwörter und bietet neben dem allgemeinen Wortschatz auch berufsspezifisches Vokabular, darüber hinaus Reime, Sprichwörter und Gstanzl. Wir begegnen dem „Gerbenbunkel“ und dem „Daumzutzler“, dem „Saichhadern“ und der „Sagstanz“. Da wird die „Spendirhosen“ angezogen und der „Vürfleck“ abgelegt. Etymologische Hinweise und Beispiele für den Verwendungszusammenhang einzelner Wörter machen das Werk sowohl für interessierte Laien als auch für das Fachpublikum lesenswert. Wolfgang Stöckl hat in seinem „Opus magnum“ Kulturgut aufbewahrt, das aus der gesprochenen Sprache nach und nach verschwindet.

Welcher Hausruckviertler wagt es heute noch, so ein Gstanzl zu singen: „Wann i ainmal heirat, aft heirat i neun, drei fang i, drei tränk i, drei grab i ein.“ – Alles Sprach- und Kulturgeschichte! Oder nicht? (schach)

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Artikel 25. März 2009 - 00:04 Uhr
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