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Mord, Andreas Zeppelzauer

Täter und Opfer, Schicksale auf beiden Seiten und spektakuläres, teilweise bisher unveröffentlichtes Bildmaterial: Ein packendes Sachbuch schildert Mordfälle, die Österreich in Atem hielten.

Mädchenmörder Wolfgang Ott Bild:

Das Autorenpaar Andreas und Regina Zeppelzauer hat sich auf die "großen Mordfälle" der jüngeren Vergangenheit konzentriert, einzig der Fall Jack Unterweger bleibt ausgespart.

Sie beginnen in den 50er-Jahren, als Alfred Engleder, der "Mörder mit dem Maurerfäustl", die Bevölkerung im Raum Steyr in Atem hielt und sich Max Gufler, der "Blaubart von St.Pölten", über Heiratsannoncen an seine betuchten Opfer heranmachte.

1963 wurde eine zehnjährige Ballett-Elevin in einem Duschraum der Wiener Staatsoper vom psychisch gestörten Josef Weinwurm regelrecht abgeschlachtet. Zehn Jahre später versetzte Serienmörder Harald Sassak, der sich als "Gaskassier" in die Wohnungen älterer Frauen einschlich, Wien in Angst und Schrecken - bis heute ist er Österreichs am längsten einsitzender Verbrecher.

Die "schwarze Witwe" Elfriede Blauensteiner, Muttermörder Michael T., der den abgeschnittenen Kopf seiner Mutter ins Schaufenster stellte, und Schickeria-Darling Helmut Frodl, der in Budapest die Leiche seines erschossenen Konkurrenten zerstückelte, sind ebenso vertreten wie Mädchenmörder Wolfgang Ott und Handgranatenmörder Werner N., der im Oktober zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. In diesen Fall war News-Reporter Zeppelzauer selbst involviert: Über ihn hatte N. mit der Stapo Kontakt wegen Waffenübergaben aufgenommen.

Das Buch löst durch seine erschütternden Fotos ein morbides Grauen aus, die "Storys" werden spannend erzählt, manche Textpassagen wirken aber stilistisch eher hausbacken.

das buch

A. und R. Zeppelzauer: "MORD. Die spektakulärsten Mordfälle Österreichs." Leopold Stocker Verlag, 219 Seiten, 14.95 Euro.
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Artikel 04. November 2005 - 00:00 Uhr
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