Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 23. April 2019, 20:00 Uhr

Linz: 14°C Ort wählen »
 
Dienstag, 23. April 2019, 20:00 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Kultur

Erika Pluhar: "Gesinnung, die Menschen verachtet"

Die Schauspielerin und Autorin kritisierte bei der TV-Preis-Gala "Romy" die Politik, der ORF distanzierte sich per Insert.

Erika Pluhar: "Gesinnung, die Menschen verachtet"

E. Pluhar gewann die Romy für ihr Lebenswerk Bild: ORF

Die Prämierten bei der Fernsehpreis-Gala "Romy" am Samstag in der Wiener Hofburg beließen es nicht bei schlichten Dankesreden: Schauspielerin Erika Pluhar (80), die für ihr Lebenswerk geehrt wurde, sagte etwa in ihrer Rede: "Nirgendwo ging und geht es Menschen so gut wie bei uns." Trotzdem "gelingt es unserer derzeitigen Regierung" und anderen Akteuren, "mit Werten, die ständig zitiert und gleichzeitig verraten werden", sich einer "menschenverachtenden Gesinnung wieder zuzuneigen und damit Erfolg zu haben. Weil man den Menschen Angst macht. Sie glauben lässt, es ginge ihnen immer schlechter, sie verlören durch Migration und Fremdes den Boden unter den Füßen."

Wesentlich verblüffender als Pluhars wahrgenommenes Recht auf freie Meinungsäußerung war, dass der ORF die Live-Übertragung (ORF 2) mit folgendem Insert beendete: "Der ORF distanzierte sich von allfälligen Aussagen, die dem ORF-Gesetz, insbesondere dessen Objektivitätsgebot, widersprechen" (siehe Screenshot).

Erika Pluhar: "Gesinnung, die Menschen verachtet"

"Bitte bezahlen Sie weiterhin Ihre ORF-Gebühren. Solange man Sie lässt. Sonst haben wir einen Staatsfunk", sagte obendrein Armin Wolf bei der Gala. Der "ZiB 2"-Moderator machte seine medienpolitische Ansage, als er seinen Preis als "Publikumsliebling" entgegengenommen hatte. Der ORF solle "schmissige Dokumentationen und scharfe Satire" nicht nur produzieren, "sondern auch senden, ohne Piep", ergänzte er. Medienminister Gernot Blümel (ÖVP) und ORF-Intendant Alexander Wrabetz nahmen Wolfs Rede im Publikum zur Kenntnis.

Begeisterter waren bestimmt zwei andere Männer. Thomas Stipsits ("Love Machine") und Philipp Hochmair erhielten beide erstmals eine Romy. "Das bedeutet für mich Glück, Freude, Energie", sagte Hochmair. (l.h.)

> Video: Seitenblicke: Die große Romy-Gala 2019

Kommentare anzeigen »
Artikel 15. April 2019 - 00:04 Uhr
Mehr Kultur

Schauspielerin Hannelore Elsner ist tot

BERLIN. Nach kurzer schwerer Krankheit ist am Sonntag Hannelore Elsner im Alter von 76 Jahren gestorben.

"Als Tänzer wächst man mit Schmerzen auf, aber geschlagen wurde ich nie"

Brutalität in der Tanzausbildung: Mei Hong Lin, die Ballettchefin des Linzer Landestheaters, über ...

Ein Endspiel, das Massen in Oberösterreichs Kinos lockt

"Avengers: Endgame" startet heute, tausende Karten sind verkauft

Christoph Waltz feiert Regiedebüt

NEW YORK. Mit dem Frühling in New York City kommt auch das jährliche Tribeca Film Festival, das heuer von 24.

Ein stiller Avantgardist auf Besuch in der Heimstätte der alten Meister

Das Kunsthistorische Museum zeigt 46 Werke des amerikanischen Malers Mark Rothko
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS