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Wie ein Münzkundler plötzlich Leiter des Landesmuseums wurde

Bernhard Prokisch führt das Linzer Landesmuseum bis zum Herbst interimistisch. Seine erste Feuertaufe hat er schon bestanden.

Wie ein Münzkundler plötzlich Leiter des Landesmuseums wurde

Bernhard Prokisch Bild: Weihbold

Bernhard Prokisch ist ein bescheidener Mann, der seine Arbeit als Münzkundler und Kulturwissenschafter im Linzer Landesmuseum penibel und mit Verve ausübt.

Im vergangenen November haben sich die beruflichen Ereignisse des 60-Jährigen überschlagen. Nach dem unfreiwilligen Abgang von Gerda Ridler als wissenschaftliche Direktorin des Landesmuseums wurde Prokisch von Landeshauptmann Thomas Stelzer mit der interimistischen Leitung des Hauses beauftragt. Wenig verwunderlich, denn Prokisch kennt den Betrieb und gehört hausintern zu den "reiferen" Mitarbeitern mit Führungsfunktion.

Seit 1. Februar ist er nun im Amt. Einem Amt, das er im Herbst wieder abgeben soll, wenn die Funktion, die in diesen Tagen ausgeschrieben wird, neu besetzt ist.

Bis dahin? "Mein Gott, nachdem ich meine bisherigen Jobs behalten habe, ist es einfach noch mehr Arbeit für mich geworden. Und es wird nicht weniger, weil die thematische Bandbreite des Instituts von der Mikrobiologie bis zur zeitgenössischen Kunst doch eher breit gestreut ist", fasst der Linzer trocken zusammen. Darüber hinaus gehört Prokisch jenem Gremium an, das die künftige Ausrichtung der gesamten Linzer Museumslandschaft vorbereiten soll. Bis Herbst erwartet sich der Landeshauptmann hier Ergebnisse.

Seine erste Feuertaufe hat Prokisch schon hinter sich. Die aktuelle Jahresausstellung im Schlossmuseum – "Zwischen den Kriegen – Oberösterreich 1918 bis 1938" – wurde am 6. Februar eröffnet und ist gut angelaufen. Rund 8200 Besucher wurden seit Anfang Jänner im Schlossmuseum gezählt. Das ist eine Steigerung von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das wären eigentlich gute Voraussetzungen, ab Herbst das Adjektiv "interimistisch" auf der Visitenkarte durchzustreichen. Bernhard Prokisch: "Mein Wunsch ist, dahin zurückzugehen, wo ich herkomme. Ich habe nicht vor, mich für die Wissenschaftliche Leitung zu bewerben."

Warum nicht? "Weil ich meine Grenzen kenne."

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Artikel Helmut Atteneder 21. Februar 2018 - 00:04 Uhr
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