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Was hat Florian Silbereisen mit den "Blutsschwestern" zu tun?

Morgen um 20.15 Uhr zeigt ORF eins den Thriller nach dem Buch von Nora Miedler – ohne den singenden Volksmusikanten.

Was hat Florian Silbereisen mit den "Blutsschwestern" zu tun?

Silke Bodenbender, Edita Malovcic Bild: ORF

Fünf Freundinnen, eine unterschiedlicher als die andere, begegnen einander nach vielen Jahren wieder, weil sie einen Wochenendausflug vereinbart haben. Was harmlos beginnt, endet in einem Horrortrip. Thomas Roth inszenierte den Thriller "Blutsschwestern" nach Motiven des Romans "Warten auf Poirot" von Nora Miedler. Das ORF-Publikum kann den Film morgen um 20.15 Uhr in ORF eins , Monate vor dem Produktionspartner ZDF, sehen, und auch unter einem anderen Titel. Die Deutschen haben sich für "Die Tote in der Berghütte" entschieden.

"Der", sagt ORF-Filmchef Heinrich Mis, "kam für uns nie in Frage. Denn da würde man ja glauben, dass jeden Moment der Florian Silbereisen um die Ecke springt." Bevor es in Graz und Krieglach losging, galt es die fünf Damen zu besetzen, und "da lag uns daran, Top-Namen der deutschsprachigen Schauspielerinnen-Riege zu bekommen". Es wurden Franziska Weisz, Silke Bodenbender, Nora von Waldstätten, Edita Malovcic und Nicolette Krebitz.

Fünf Wochen Regen

Der Dreh wurde zum Abenteuer, denn: "Im Sommer 2013 zog sich eine Schlechtwetterfront von Großbritannien bis Albanien. Fünf Drehwochen waren angesetzt, vier Wochen lang regnete es." Zwar wurde für einige dramatische Szenen Regen gebraucht, doch just dafür konnte Thomas Roth nicht den natürlichen verwenden: "Da handelte es sich um Nachtaufnahmen, und wir brauchten einen speziellen Regen, der kunstvoll beleuchtet werden musste. Das war nicht in einer einzigen Nacht zu schaffen, wir arbeiteten daran fünf bis sechs Nächte. Jedes Mal musste die Feuerwehr mit ihren Schläuchen her!"

Roth taugte vor allem das Drehbuch von Agnes Pluch: "Mich inszeniert in zunehmendem Maß der Mensch in Ausnahmesituationen. Agnes hat spannende Dialoge geschrieben, und mit den Färbungen ihrer Charaktere konnte man gut spielen. Letztendlich weiß der Zuschauer natürlich, dass es Täter gibt. Den soll man womöglich nicht gleich erkennen. Und hier kommt auf das Publikum am Ende noch eine große Überraschung zu."

Der Regisseur über die Arbeit mit gleich fünf Frauen: "Sie waren sehr tapfer, ließen sich von den widrigen Wetterumständen nicht die Stimmung nehmen, waren fast immer gemeinsam am Set. Mir war klar, dass ich besonders gut vorbereitet sein musste, um im Fall des Falles auf Fragen immer die richtige Antwort parat zu haben."

Roths nächstes Opus hat mit Krimis und Leichen aber nichts am Hut: "Es gibt da ein Drehbuch von Bela B. von der Gruppe ,Die Ärzte’, das ich, fürs Kino, verfilmen möchte. Der Titel lautet ‚Nicht von dieser Welt’, es geht um einen alternden Rockmusiker, und Bela wird auch mitspielen. Die Geschichte springt zwischen Drama und Komödie, die Amis würden es ‚Dramedy’ nennen."

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Artikel Ludwig Heinrich 31. März 2014 - 00:04 Uhr
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